Dokumentation über Matthew Perry wird zum Netflix-Hit
Drei Jahre nach Matthew Perrys Tod erobert eine neue Dokumentation über den "Friends"-Star die Netflix-Charts. In nur sechs Tagen verzeichnete sie weltweit 9,5 Millionen Abrufe. Auch seine Schwester kommt darin zu Wort.
Auch drei Jahre nach seinem Tod ist das Interesse an Matthew Perry (1969-2023) ungebrochen. Eine neue Dokumentation über den Schauspieler hat innerhalb weniger Tage die Spitze der Netflix-Charts erobert. Die dreiteilige Produktion "The One About Matthew Perry" ist seit dem 27. Oktober verfügbar und verzeichnete in den ersten sechs Tagen weltweit 9,5 Millionen Abrufe und insgesamt 29 Millionen gestreamte Stunden. Das geht aus den offiziellen Zahlen des Streamingdienstes hervor.
Damit sicherte sich die Dokumentation in der Woche vom 26. Oktober bis 1. November den ersten Platz unter den englischsprachigen Netflix-Serien. Selbst die dritte Staffel von "Nobody Wants This" blieb mit 7,2 Millionen Abrufen dahinter zurück. Auch in Deutschland schaffte es die Produktion in die Top Ten und landete auf Platz fünf der Seriencharts.
Matthew Perry verdrängt sogar "Tulsa King"
Der Erfolg reicht auch über Netflix hinaus. Wie das US-Branchenportal "TheWrap" unter Berufung auf eine Auswertung des Marktforschungsunternehmens Samba TV berichtet, war "The One About Matthew Perry" in den USA sogar das meistgesehene Streaming-Programm der vergangenen Woche. Grundlage sind die Nutzungsdaten eines Panels von mehr als drei Millionen US-Haushalten.
Die Dokumentation verdrängte damit die Paramount+-Serie "Tulsa King" mit Sylvester Stallone (80) von der Spitze des plattformübergreifenden Rankings. Für Netflix ist es bereits der fünfte Spitzenplatz innerhalb von sechs Wochen.
Seine Schwester spricht erstmals vor der Kamera
Die Dokumentation zeichnet das Leben von Matthew Perry nach, der mit seiner Rolle als Chandler Bing in der Kultserie "Friends" weltberühmt wurde. Neben seiner Karriere in Hollywood beleuchtet sie auch seinen jahrzehntelangen Kampf gegen die Sucht sowie die Umstände seines Todes.
Besonders persönliche Einblicke gewährt seine jüngere Schwester Mia Perry Bowick, die erstmals ausführlich vor der Kamera über ihren Bruder spricht. Hinzu kommen bislang unveröffentlichte Familienfotos und private Videoaufnahmen.
Nicht zu Wort kommen dagegen Perrys ehemalige "Friends"-Kollegen Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, Matt LeBlanc und David Schwimmer. Nach Angaben der Regisseurin wurden alle fünf für die Dokumentation angefragt, lehnten eine Teilnahme jedoch ab. Zu sehen sind sie lediglich in Archivaufnahmen.
Ein bewegtes Leben und ein tragisches Ende
Matthew Perry wurde am 28. Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren tot in seinem Haus in Los Angeles aufgefunden. Als Todesursache stellte die Gerichtsmedizin die akuten Auswirkungen des Narkosemittels Ketamin fest. Im Zusammenhang mit seinem Tod wurden später strafrechtliche Ermittlungen gegen mehrere Personen eingeleitet.
(dr/spot)