Termin im EU-Parlament: Harry und Meghan reisen nach Brüssel

Prinz Harry und Herzogin Meghan planen ihren nächsten gemeinsamen Auslandsauftritt: Kommende Woche reisen sie nach Brüssel, um ein Mahnmal für junge Opfer sozialer Medien zu eröffnen. Für Meghan ist es der erste öffentliche Termin seit den Vorwürfen gegen ihren Vater.

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Prinz Harry und Herzogin Meghan am 15. Oktober in Nottingham.
Prinz Harry und Herzogin Meghan am 15. Oktober in Nottingham. Foto: imago/Cover-Images

Prinz Harry (42) und Herzogin Meghan (45) planen einen gemeinsamen Auftritt in Brüssel. Am 10. November wollen die beiden im Europäischen Parlament das sogenannte "Lost Screen Memorial" eröffnen. Es ist ihre erste gemeinsame Auslandsreise seit ihrer Rückkehr nach Großbritannien. Für Meghan ist der Termin zugleich der erste öffentliche Auftritt seit Bekanntwerden der schweren Vorwürfe gegen ihren Vater Thomas Markle (82).

Wie die britische Press Association berichtet, wollen Harry und Meghan bei ihrem Besuch in der belgischen Hauptstadt eine gemeinsame Grundsatzrede halten. Darin soll es um den Schutz von Kindern im Internet und die Verantwortung von Technologieunternehmen gehen. Anschließend nimmt Harry an einer Diskussionsrunde mit dem Titel "Beyond Promises: Building A Digital Future That Works For Children" teil. Dabei geht es um konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit im digitalen Raum.

Gedenken an verstorbene Kinder

Im Mittelpunkt des Besuchs steht die Eröffnung des "Lost Screen Memorial". Die von der Archewell Foundation des Paares initiierte Installation besteht aus 50 beleuchteten Smartphone-Bildschirmen. Darauf sind Fotos von Kindern und Jugendlichen zu sehen, die infolge schädlicher Erfahrungen in sozialen Netzwerken ums Leben gekommen sind. Die Bilder stammen von den Familien der Betroffenen. Das Mahnmal soll an die jungen Menschen erinnern und zugleich auf die Gefahren sozialer Medien aufmerksam machen.

Harry und Meghan hatten die Installation bereits im April 2025 in New York vorgestellt. Im Mai 2026 brachte Meghan das Projekt zudem nach Genf in die Schweiz.

Erster Auftritt nach Vorwürfen gegen Thomas Markle

Für Meghan ist es der erste öffentliche Termin seit dem Öffentlichwerden schwerer Vorwürfe gegen ihren Vater Thomas Markle. Auf den Philippinen werden Vorwürfe gegen ihn im Zusammenhang mit mutmaßlichem Material über sexuellen Kindesmissbrauch untersucht. Meghans Halbbruder Thomas Markle Junior hatte die Behörden eingeschaltet, nachdem er nach eigenen Angaben entsprechende Dateien entdeckt hatte. Die philippinische Polizei untersucht die Funde. Thomas Markle bestreitet, solches Material besessen zu haben. Eine strafrechtliche Verurteilung gibt es bislang nicht.

Meghan hatte sich Ende Oktober zu den Vorwürfen geäußert und erklärt, sie sei "zutiefst erschüttert". Zu ihrem Vater hat sie seit Jahren keinen Kontakt. Die Herzogin hatte bereits 2019 über die britische Polizei von beunruhigenden Vorwürfen gegen ihn erfahren. Die damaligen Informationen seien nach Angaben Meghans jedoch nicht ausreichend weitergegeben worden. Inzwischen befasst sich auch die britische Polizeiaufsicht mit dem Umgang der Metropolitan Police mit dem Vorgang.

Harry und Meghan hatten sich zuletzt Mitte Oktober gemeinsam in Nottingham öffentlich gezeigt. Seit ihrem Rückzug als aktive Mitglieder des britischen Königshauses leben sie überwiegend in den USA, waren Ende August samt ihrer beiden Kinder jedoch nach Großbritannien zurückgekehrt.

(ncz/spot)