Thomas Hermanns: 'Comedy soll verbinden anstatt trennen'

Thomas Hermanns

Horst Galuschka/picture-alliance/Cover Images

Thomas Hermanns (59) hört bei 'Quatsch Comedy Club' als Moderator auf und bekam zum Abschluss wahrscheinlich nicht ganz so überraschend noch einen Preis vom Kollegen Michael Mittermeier überreicht.

"Man darf über Jesus lachen"

Zuvor hatte er sich bei seiner großen Abschiedsgala seiner Comedy-Show in Berlin noch mit Oliver Pocher einen Popstar-Battle geleistet. Vor dreißig Jahren hat der gebürtige Bochumer in Hamburg den Stand-up-Comedians eine Bühne und ein Publikum gegeben und aeine eigene Karriere kann sich schon sehen lassen. Somit war es dann doch nicht überraschend, dass am Ende ein Preis für sein Lebenswerk stand und dass der Star dann doch noch einen Zettel für eine Rede hervorholte. In dieser warb er in der ProSieben-Sendung für mehr Toleranz: "Comedy soll verbinden anstatt trennen. Comedy muss anarchistisch und unberechenbar bleiben", beschwor er und fügte hinzu. "Man darf über Jesus genauso wie über Greta Thunberg lachen, denn das Lachen außerhalb der eigenen Blase verbindet und dafür habe ich Quatsch Comedy Club gegründet."

Thomas Hermanns hat anderen den Vortritt gelassen

Thomas Hermanns blickt mit Stolz auf sein Lebenswerk und findet, dass er seine Sache als Conférencier gut gemacht hat. "Ich habe nie absichtlich Applaus abgeräumt – zu Ungunsten der Künstler", betonte der Entertainer im Gespräch mit 'Teleschau'. Sie hätten ihn aber schon motiviert. "Wenn ich Topstars wie Michael Mittermeier, Bülent Celan oder Cindy im Programm hatte, musste ich im Opening vor ihnen auch vier oder fünf Gags landen: harte Konkurrenz!" Aber damit hat sich der Moderator, der sich nun anderen Sachen wie die Regie einer Oper widmen möchte, einen Namen gemacht.

Dass der Fernsehstar irgendwann mal wieder auf der Bühne Comedy-Stars ansagt und Abschied vom Abschied nimmt, soll man von ihm nicht erwarten. "Das 'Hier bin ich wieder', gebräunt nach einem Jahr Urlaub, schließe ich für mich aus", erklärte Thomas Hermanns im Gespräch mit 'Bild'. "Und das ‚Jetzt könnt ich wieder‘ hat so etwas Gönnerhaftes den Jüngeren gegenüber, das will ich auf keinen Fall."

Bild: Horst Galuschka/picture-alliance/Cover Images

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