Tod ihrer Stieftochter: Bärbel Bas tritt von Spitzenämtern zurück

Bärbel Bas zieht sich von ihren politischen Spitzenämtern zurück: Sie legt die Position als Bundesarbeitsministerin und SPD-Chefin mit sofortiger Wirkung nieder. Grund ist der Tod ihrer Stieftochter.

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Bärbel Bas war seit Mai 2025 Bundesarbeitsministerin und seit Juni 2025 Bundesvorsitzende der SPD.
Bärbel Bas war seit Mai 2025 Bundesarbeitsministerin und seit Juni 2025 Bundesvorsitzende der SPD. Foto: imago/photothek / Florian Gaertner

Bärbel Bas (58) gibt ihre beiden politischen Spitzenämter ab. Die SPD-Politikerin legt sowohl das Bundesministerium für Arbeit und Soziales als auch den Co-Vorsitz ihrer Partei nieder. Das machte sie am Montagmorgen in einer persönlichen Erklärung auf Instagram öffentlich. "Nach dem Tod meiner Stieftochter habe ich festgestellt, dass ich Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten", schreibt Bas dort.

"Diese möchte ich mir ausreichend nehmen", so die Politikerin weiter. Zudem seien die öffentlichen Angriffe auf sie, auch aus den Reihen des Koalitionspartners, "in dieser schwierigen Zeit weiter forciert worden". Der Schritt sei Bas nicht leichtgefallen, aber aktuell könne sie nicht "die Kraft aufbringen", um ihre Arbeit vollumfänglich auszuüben. Der Rückzug erfolge bereits "mit dem heutigen Tag".

Nachfolge schon geklärt

In den Kommentaren reagierte SPD-Chef Lars Klingbeil (48) bereits auf die Entscheidung seiner Co-Vorsitzenden. "Ich bin über deine Entscheidung sehr traurig, kann sie aber persönlich nachvollziehen", heißt es dort. "Hinter den Ämtern sind wir alle nur Menschen."

Ganz aus Berlin verabschiedet sich Bärbel Bas aber nicht: Ihr Mandat für den Wahlkreis Duisburg I will sie behalten. Die Duisburgerin sitzt seit 2009 im Bundestag und war von 2021 bis 2025 dessen Präsidentin. Im Mai 2025 wurde sie Bundesarbeitsministerin im Kabinett von Kanzler Merz.

Schon vor einer Woche hatte Bas alle Termine abgesagt. Ihr Ministerium sprach damals von einem "Trauerfall im engsten Familienkreis". Zuvor hatte die Ministerin bereits rund eineinhalb Wochen lang "aus dringenden familiären Gründen" Termine gestrichen.

Ihre Nachfolge im Ministerium soll bereits geklärt sein. Nach Informationen des "Spiegel" aus Parteikreisen übernimmt der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (53).

(eyn/spot)