Mit der Beerdigung von Queen Elizabeth II. (✝96) endet ein Zeitalter. Während alle Augen auf den Sarg und auf den neuen König Charles III. (73) gerichtet sind, sorgte ein Familienmitglied für Stirnrunzeln. Nachdem sein Vater dem aus dem aktiven Royals-Dienst ausgeschiedenen Prinz Harry (38) das Tragen einer Uniform gestattet hatte, wie bei der Totenwache in Westminster Hall zu sehen war, verzichtete Prinz Harry bei der Trauerfeier in Westminster Abbey darauf.

Uniform als Privileg für working Royals

Dass ausgerechnet die beiden Royals, die tatsächlich aktiv in der Armee gekämpft und nicht nur formale Rollen erfüllt hatten, anlässlich des Todes der Königin nicht in Uniform erscheinen durften, wirkt wie pure Ironie. Queen-Sohn Prinz Andrew (62) war nach Skandalen in Ungnade gefallen und Enkel Prinz Harry nahm zusammen mit Ehefrau Meghan (41) bewusst Abschied vom durchreglementierten Leben des Königshauses. Sein Ausstieg als working Royal bedeutete auch den Verzicht auf Privilegien wie das Tragen der Uniform – ein hoher Preis für Harry, der stolz auf seine zwei Einsätze in Afghanistan war. Für die Totenwache, die Mitglieder der königlichen Familie am in Westminster Hall aufgebahrten Sarg abhielten, erteilte König Charles III. beiden eine Ausnahmegenehmigung. Allerdings musste Harry eine Enttäuschung wegstecken: Die königlichen Insignien 'ER' (für Elizabeth Regina), die normalerweise an der Schulter prangen, waren bei seiner Uniform vorher entfernt worden.

Prinz Harrys "Herz ist gebrochen"

"Harrys Herz ist gebrochen. Die Initialen seiner Großmutter zu entfernen wirkt sehr verletzend", verriet ein intimer Kenner der Königsfamilie gegenüber der 'Sunday Times'. Tatsächlich verwundert, dass dies nicht auch an Prinz Andrews Uniform geschah. Und so sah sich Prinz Harry einmal mehr von seiner Familie bestraft und ausgegrenzt – obwohl es von König Charles III. und Prinz William auch Gesten gab, die den Wunsch nach Versöhnung vermittelten. Die Palast-Insider berichteten, wollte Harry die Insignien unbedingt zurück auf seiner Uniform sehen – andernfalls würde er im Cutaway, einem formalen Anzug mit Frackschößen, zur Trauerfeier erscheinen, soll er trotzig erklärt haben. Und so kam es dann auch, wie Andrew trug Harry den Anzug eines Zivilisten, während König Charles III. und Kronprinz William, Prinzessin Anne und Prinz Edward in ihren Uniformen antraten. Immerhin eins konnte Harry und Andrew keiner nehmen: Die Orden, die sie sich im Militärdienst erwarben, trugen beide auf der Brust. Ob dieser Machtkampf hinter den Kulissen die Versöhnungsversuche der Royals wieder zunichtemacht, bleibt abzuwarten. Für November ist die Autobiographie von Prinz Harry angekündigt, die jetzt eventuell um ein Kapitel erweitert wird und das Haus Windsor erneut erschüttern könnte.

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