Traurige Neuigkeiten: Tabaluga-Miterfinder Helme Heine verstorben

Helme Heine – 2009 – Avalon
Der Kinderbuchautor und talentierte Zeichner Helme Heine ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Der gebürtige Berliner, der unter anderem den beliebten kleinen Drachen Tabaluga erschuf, lebte zuletzt in der Neuseeländischen Stadt Russell. Laut einer Mitteilung der Verlagsgruppe Beltz, die sich auf Heines Sohn beruft, ist der Künstler am Donnerstag, dem 20. November, gestorben. Helme Heine zog es Zeit seines Lebens vor, im Hintergrund zu bleiben und überließ das Rampenlicht dem Sänger Peter Maffay, der die Abenteuer des kleinen Drachen musikalisch zum Leben erweckte. Zu Heines beeindruckendem Œuvre gehören neben Tabaluga auch der dicke Waldemar und das Bilderbuch ‚Die Schöpfung‘, welches Millionenauflagen erreicht und in 35 Sprachen übersetzt wurde.
Ein Leben voller Kreativität und Weitsicht
Vor vielen Jahren zog Heine den Schlussstrich unter seine Zeit in Deutschland und ließ sich 1990 in Neuseeland nieder. Dort lebte er auf seiner Holzjacht, der Kikitoo, und setzte sein kreatives Schaffen fort. Zuvor hatte er sogar einige Zeit in Südafrika gelebt. Seine Werke, die vor allem für Kinder gedacht sind, scheuten nicht davor zurück, auch tiefgründige Themen anzusprechen. „Ich mache Bücher, die ich auch selbst kaufen würde“, bemerkte er in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur und fügte hinzu: „Und das versteht dann jedes Kind.“
Bereits seit langem dachte Heine über das Thema Tod nach. „Ich weiß, dass meine Lebenszeit begrenzt ist, dafür bin ich dankbar, denn sie lässt mich bewusster leben“, erklärte er einmal und betonte, dass der Tod letztlich nur ein Teil des großen Kreislaufs des Lebens sei. „Ich weiß, dass alles Leben aus dem Sternenstaub entstand. Der Tod wird diesen Prozess nicht beenden.“ Mit diesen Worten hinterlässt Helme Heine nicht nur seine kreativen Werke, sondern auch eine Botschaft der Wertschätzung für das Leben.





