Trotz Palast-Ansage: Harry und Meghan treten wie arbeitende Royals auf
Der Palast hat klargestellt, dass Harry und Meghan in Großbritannien als "Privatpersonen" auftreten. Dennoch legten die beiden nun einen Auftritt hin, der wie ein royaler Termin wirkte.
Prinz Harry (42) und Herzogin Meghan (45) haben am Donnerstag ihren ersten gemeinsamen Auftritt absolviert, seit sie mit ihren Kindern nach Großbritannien zurückgekehrt sind. Das Paar besuchte drei Wohltätigkeitsorganisationen in Nottingham.
Als der Herzog und die Herzogin von Sussex 2017 zum ersten Mal gemeinsam nach Nottingham kamen, hatten sie gerade ihre Hochzeit angekündigt. Die US-Schauspielerin wurde damals offiziell als arbeitendes Mitglied der Königsfamilie eingeführt. 2018 heiratete sie Prinz Harry in Windsor.
Palast nennt Harry und Meghan "Privatpersonen"
In der Zwischenzeit ist viel passiert. Nach Problemen innerhalb der Familie zogen sich Harry und Meghan 2020 als arbeitende Mitglieder des Königshauses zurück. Sie gingen in die USA, wo sie sich in Kalifornien ein Anwesen kauften. Anschließend hat das Paar öffentlich Kritik an der königlichen Familie geäußert, unter anderem in Interviews, in ihrer Netflix-Dokuserie "Harry & Meghan" aus dem Jahr 2022 und in Prinz Harrys brisanten Memoiren "Spare" aus dem Jahr 2023.
Das Verhältnis der Sussexes zu den Royals gilt bis heute als angespannt. Nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien Ende August 2026 machte der Palast sogar öffentlich deutlich, dass Prinz Harry und Herzogin Meghan in Großbritannien keine offiziellen royalen Verpflichtungen übernehmen dürfen. Das ging aus einem Schreiben hervor, das der Lord Chamberlain im Namen von Harrys Vater König Charles (77) verschickt hatte.
Der Kern der Botschaft: Was das Paar an Terminen wahrnimmt, geschieht in privater Eigenschaft. Harry und Meghan vertreten dabei nicht die Königsfamilie. Die Anrede HRH, also His und Her Royal Highness, bleibt ihnen weiterhin verwehrt, sie gelten als Privatpersonen. Die BBC ordnete den Brief als Klarstellung ein. Es soll deutlich werden, dass Besuche der Sussexes nicht als royale Termine verstanden werden sollten.
So royal war der Termin von Harry und Meghan in Nottingham
Ihr jüngster Auftritt in Nottingham - für Meghan war es der erste dieser Art seit Jahren in Großbritannien - war kein royaler Termin. In vielerlei Hinsicht wirkte er aber genau so. Harry und Meghan besuchten wie arbeitende Royals Wohltätigkeitsorganisationen und trafen sich mit Freiwilligen.
Es gab eine jubelnde Menschenmenge, an der die Sussexes vorbeiliefen, Hände schüttelten und Geschenke oder Blumen entgegennahmen - ganz im royalen Stil. Was fehlte, waren eine offizielle Zeremonie, Würdenträger oder auffällige Polizeipräsenz, wie die BBC zusammenfasst.
"Wenn man Harry und Meghan aus nächster Nähe beobachtet, fällt einem auf, wie selbstverständlich sie sich bei solchen Wohltätigkeitsveranstaltungen bewegen", heißt es in dem Bericht weiter. Das sei die Stärke der Sussexes, "und Meghan bringt dabei diese typisch amerikanische Selbstsicherheit mit".
Harry und Meghan "ignorieren" Palast-Ansage
Veranstaltungen der Sussexes wie der Besuch in Nottingham kommen offiziellen royalen Terminen so nahe, wie es nur möglich ist, schreibt auch die "Daily Mail": "Die naheliegende Frage lautet: Was kann der Palast dagegen tun?", heißt es in dem Blatt. Die Antwort: "sehr wenig". Der Palast habe seinen Standpunkt klargemacht, Harry und Meghan hätten sich jedoch entschieden, "ihn zu ignorieren". Es bestehe kein Zweifel daran, dass das Königshaus verärgert sei.
Gemeinsame Auftritte von Harry und Meghan werden allerdings nicht regelmäßig stattfinden, sondern nur gelegentlich. Vertreter des Paares haben laut BBC betont, dass beide ihre eigenen Interessen verfolgen, auf die sie sich konzentrieren möchten. So plant Meghan, eine britische Version ihrer Lifestyle-Marke "As Ever" auf den Markt zu bringen - möglicherweise noch vor Weihnachten.
(hub/spot)