Boris Becker

Frank Molter/picture-alliance/Cover Images

Vorerst keine Rückkehr nach Wimbledon: Was das Einreiseverbot für Boris Becker bedeutet

In wenigen Tagen wird Boris Becker (55) als TV-Experte auf unsere Bildschirme zurückkehren. Als Teil des Expertenteams soll die Tennis-Legende auf Eurosport über die Australian Open berichten, die am 16. Januar starten.

Einreiseverbot auf unbestimmte Zeit

Jochen Gundel, Senior Manager Sport bei Warner Bros. Discovery Deutschland, freut sich auf den dreifachen Wimbledon-Sieger, der auch zwei Titel bei den Australian Open sein eigen nennt, und betonte, dass der berühmte Ex-Häftling "in dieser Funktion unglaublich viel Anerkennung und Zuspruch erfahren (hat)." Ein anderer TV-Job, den der Star jahrelang ausübte, bleibt ihm indes verwehrt. Die BBC, für die er jahrelang aus seinem "Wohnzimmer" in Wimbledon berichtete, plant für den Sommer nicht mit Boris. Der Grund: Der Sportler hat Einreiseverbot nach England.

Boris Becker ist in England beliebt

Kurz vor Weihnachten war Boris Becker nach knapp acht Monaten Haft vorzeitig aus England abgeschoben worden, kann sich in Deutschland als freier Mann bewegen. Wie lange das Einreiseverbot in seine einstige Wahlheimat gilt, ist indes noch ungewiss. Wie die 'Daily Mail' meldete, besteht keine Hoffnung, dass es noch vor dem Sommer aufgehoben wird — es könnte sogar sein, dass es in Kraft bleibt, bis Boris' vollständiges Strafmaß von zweieinhalb Jahren abgelaufen ist. Eine Fernschalte komme nicht infrage, so die BBC.

In England war Boris bis zu seinem Prozess sehr beliebt gewesen. Das lag nicht nur daran, dass der sich in London niedergelassen hatte, sondern auch an seiner geschätzten Expertise. Ob es für Boris Becker ein Zurück ins Briten-TV gibt, wird sich wohl erst dann zeigen, wenn sein Einreiseverbot aufgehoben wird.

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