Im Ukraine-Krieg werden harte Muskeln aufgefahren: Der zweifache Box-Weltmeister Wladimir Klitschko (46), ist aus dem umkämpften Kiew angereist, damit sein Land mehr Hilfe bekommt.

"Dankbar für die geleistete Hilfe"

Der ehemalige Sportler kämpft mit seinem Bruder Vitali, dem Bürgermeister von Kiew, gegen die russische Invasion. Noch mit Worten, aber er hat deutlich gemacht, notfalls mit Waffen. Damit diese mehr werden, reiste er am Mittwoch (30.März) überraschend nach Deutschland. Als Charme-Offensive – man kennt ihn gut in Deutschland und verehrt ihn seit seinen glorreichen Boxer-Zeiten. Nun soll er in Berlin für sein umkämpftes Land werben. "Ich bin nach Deutschland gekommen, um die ukrainische Delegation zu unterstützen bei politischen Gesprächen in Berlin", erklärte der Ukrainer gegenüber 'Bild'. "Es geht um weitere Hilfe für die Ukraine in einer dramatischen Situation für unser Land. Wir sind dankbar für die geleistete Hilfe, brauchen aber im Krieg gegen die russische Armee dringend sowohl noch mehr humanitäre als auch militärische Unterstützung." Laut 'Bild' bleibt er nur kurz in der deutschen Hauptstadt, ob er noch weitere Länder bereist, ist nicht bekannt.

Wladimir Klitschko wählt harte Worte

In Deutschland ist Wladimir Klitschko, um die Politiker*innen auf freundliche Weise zu überzeugen. Andere Worte fand er für amerikanischen Kommentator*innen Tucker Carlson und Candace Owens, die in Medien Verständnis für Putins Invasion zeigten. "Wenn ihr untätig die Geschehnisse verfolgt, und wir teilen die gleichen Werte von Freiheit und demokratischen Prinzipien, wie die USA und die westliche Welt. Wenn ihr also untätig dies beobachtet, dann seid ihr Teil dieser Invasion und dann habt ihr auch Blut an den Händen", kritisierte der Ex-Sportstar die konservativen Moderatoren in der amerikanischen Sendung 'The Balance'.

Wladimir Klitschko hat ein besonderes Verhältnis zu den USA, schließlich hat er hier gelebt, war mit der Schauspielerin Hayden Panettierre verlobt und hat mit ihr eine achtjährige Tochter. Nicht nur sie wird sich um den ehemaligen Sport-Star sorgen, der sich zusammen mit seinem Bruder auf der russischen Abschussliste befindet. Man kann nicht nur für Wladimir Klitschko hoffen, dass der blutige Krieg bald beendet wird.

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