Glücksspiele sind weltweit beliebt und werden so gut wie überall gespielt. Entweder offiziell, dort, wo es erlaubt ist, oder aber illegal im stillen Kämmerlein. Was die Größe der Märkte angeht, kann man sich selbstredend nur auf die offiziellen Zahlen verlassen. Wo auf der Welt wird am meisten umgesetzt, wenn es um Glücksspiele geht?

Die Antwort dürfte einige überraschen. 

Las Vegas nicht die Nummer eins

Wer bisher geglaubt hat, in Las Vegas rollen die meisten Jetons über die Spieltische, der irrt. Denn nicht die Wüstenstadt in den USA ist der ungekrönte König der Glücksspielbranche, sondern Macau. Bis 1999 war die jetzige Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China noch eine portugiesische Kolonie, inzwischen ist Macau ein Glücksspielparadies. Die 1962 gegründete Sociedade de Turismo e Diversões de Macau (STDM, deutsch: Macau Reise- und Unterhaltungsgesellschaft) erwirtschaftete bis 2002 in einigen Jahren bis zu 60 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts. 

Als der Markt danach liberalisiert wurde, gingen die Umsatzzahlen durch die Decke, denn immer mehr Touristen strömten nach Macao. Glücksspiel ist in der Volksrepublik nämlich verboten, mit Ausnahme von Macao. Waren es im Jahr 2000 noch rund 8 Millionen Touristen jährlich, stieg diese Zahl bis zum Jahr 2013 auf fast 30 Millionen Besucher an. Casinos wurden aus dem Boden gestampft, vor allem US-Konsortien aus Las Vegas bemühten sich um Baugenehmigungen. 

Online Casinos werden beliebter

Die klassische Spielhalle gibt es zwar immer noch, aber schon aufgrund der Corona-Pandemie versinken derartige Etablissements immer mehr in der Bedeutungslosigkeit. Stattdessen setzen die Spieler auf Glücksspiele im Internet. Der Markt wächst jeden Tag und durch gut kalkulierte Angebote wie die VulkanVegas Bonusse, generieren die Anbieter immer wieder Neukunden. Die Spiele laufen virtuell am Bildschirm zu Hause ab, sodass der Spieler seine Wohnung nicht verlassen muss. 

Auch in Deutschland ist das Angebot an Online Casinos riesig. Kein Wunder also, dass der Staat versucht, dem Chaos Herr zu werden. Der neue Glücksspielstaatsvertrag, der im Juli 2021 in Kraft treten soll, wird dem Wildwuchs Einhalt gebieten. Anbieter können sich dann eine Lizenz für Online Casinos erwerben, strikte Auflagen sind die Folge. 

Sportwetten immer noch der umsatzstärkste Markt

Casinos sind aber nur die eine Seite, Sportwetten die andere. Denn die Wette auf Sportereignisse auf der ganzen Welt ist und bleibt das beliebteste Glücksspiel weltweit. Das belegen seriöse Statistiken. Und das betrifft vor allen Deutschland, denn hierzulande sind die Umsätze in den vergangenen Jahren exponentiell gestiegen. Damit ist Deutschland derzeit europaweit an der Spitze. 

Sportwetten in Deutschland 

Seit Oktober 2020 sind Sportwetten auch in Deutschland erlaubt. Am 9. Oktober wurden die ersten 15 Lizenzen erteilt, die bundesweite Gültigkeit besitzen. Bei diesen lizenzierten Anbietern dürfen nun rechtssicher Wetten platziert werden. Das jahrelange Gerangel hat also endlich ein Ende, was letztlich für alle Verbraucher ein wahrer Segen ist. Zuvor wurden Sportwetten lediglich geduldet und die Buchmacher konnten zumindest EU-Lizenzen vorlegen. Allerdings platzierten die Wettfreunde ihre Wetten dadurch nicht in Deutschland, sondern beispielsweise in Malta oder Gibraltar – selbst, wenn es einen anderen Anschein hatte. 

Neue Rekorde

In den vergangenen zwei Jahren schnellte die Sportwetten-Begeisterung der Deutschen in die Höhe. Im Jahr 2019 setzten die Buchmacher hierzulande insgesamt 9,3 Milliarden Euro um, das ist ein neuer Rekord. Mit der Neufassung des Glücksspielstaatsvertrages jedoch werden einige beliebte Optionen für die Sportwettenfans wegfallen, wie viele Bereiche der Live Wetten. 

Neue Regeln verschärfen das Angebot in Deutschland auch in Online Casinos

Die Auswirkungen des ab Juli 2021 geltenden Staatsvertrages bekommen Besucher diverser Online Casinos bereits jetzt zu spüren. Denn eine Lizenz erhalten nur Anbieter, die sich bereits jetzt an die neuen Regeln halten. Zum einen bedeutet das einen klaren Nachteil für alle Kunden, zum anderen werden die Gewinne und Verluste der Spieler besser kontrolliert. Im Endeffekt soll das dabei helfen, Glücksspielsucht zu bekämpfen. 

Zu den neuen Regeln gehört unter anderem, dass sich ein Online Casino nicht mehr Casino nennen darf. Vielfach hat sich daher der Begriff “Online Spielothek” durchgesetzt. Andere Verschärfungen betreffen die Spiele selbst. 

So gibt es zukünftig keine Tischspiele wie Roulette, Blackjack oder Poker mehr. Auch Live Casinos gehören ab Juli 2021 in Deutschland der Vergangenheit an. Bleiben also nur noch die Spielautomaten und Slots übrig. Und auch hier greift der Gesetzgeber ein:

  • Keine Autoplay-Funktion mehr
  • Einsätze pro Spin sind auf 1,-€ begrenzt
  • Einführung eines “Panik-Buttons”
  • Einsatzlimit von 1.000,-€ pro Monat

Das unbeaufsichtigte Spielen, also die Autoplay-Funktion, wird es zukünftig also nicht mehr geben. Zudem sind nur noch Einsätze von bis zu 1,-€ pro Dreh möglich. Bisher war es so, dass ein Einsatz pro Runde, je nach Slot, 100 oder mehr Euro betragen konnte. Der Panik-Button soll es dem Spieler erlauben, schnell und ohne Umwege eine Selbstsperre zu veranlassen. Und wenn der Gesamteinsatz innerhalb eines Monats die magische Grenze von 1.000 Euro erreicht, ist Spielen nicht mehr möglich. 

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