Business, Bühne, Blockchain: Münchens Tech-Glam und seine Gesichter

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Tech ist längst nicht mehr nur Sache von Code, Zahlen und Konferenzräumen. Auch in München hat sich rund um digitale Geschäftsmodelle, Startups und Blockchain eine Szene entwickelt, in der Unternehmer, Gründer und Investoren regelmäßig bei Veranstaltungen, Panels und Konferenzen auftreten und medial präsent sind. Sie bewegen sich zwischen Business-Terminen, Konferenzen und internationalen Kontakten und zeigen, dass Technologie heute genauso Teil eines modernen, urbanen Lebensstils ist wie Mode, Kunst oder Medien.
Bühne für moderne Tech-Karrieren
Die Münchner Tech-Szene funktioniert anders als klassische Startup-Hubs. Sichtbarkeit entsteht nicht über Social-Media-Hype, sondern über Konferenzen, Wirtschaftsevents und öffentliche Diskurse. Veranstaltungen wie DLD Munich oder Bits & Pretzels machen deutlich: Hier geht es um Austausch auf Augenhöhe – zwischen Unternehmern, Investoren, Politik und Medien.
In diesem Umfeld sind Persönlichkeiten gefragt, die kompetent auftreten, verständlich sprechen und zugleich für eine neue Generation von Unternehmern stehen. Drei Namen tauchen dabei immer wieder auf.
Felix Haas: Der Gastgeber der Szene
Felix Haas ist eines der bekanntesten Gesichter der Münchner Tech-Welt. Der Unternehmer und Investor hat mit Startups wie Amiando und später IDnow früh gezeigt, wie digitale Geschäftsmodelle aus Deutschland international erfolgreich sein können. Heute ist er vor allem als Mitinitiator von Bits & Pretzels präsent – einem der wichtigsten Gründerformate Europas.
Was Haas auszeichnet, ist seine Rolle als Vermittler. Er steht nicht nur auf Bühnen, sondern schafft sie. Bei Bits & Pretzels bringt er junge Gründer, internationale Investoren und politische Entscheidungsträger zusammen. Seine Präsenz wirkt dabei nie aufgesetzt. Haas verkörpert einen Typ Unternehmer, der Selbstbewusstsein mit Offenheit verbindet – sichtbar, aber nie distanziert.
Gerade für ein Publikum jenseits der klassischen Tech-Blase ist er ein gutes Beispiel dafür, wie unternehmerischer Erfolg heute aussehen kann: professionell, zugänglich und öffentlich anschlussfähig.
Leon Szeli: Der stille Erfolg mit internationaler Wirkung
Leon Szeli steht für eine andere Facette der Münchner Szene. Der Mitgründer des Startups Presize wurde international bekannt, als das Unternehmen von Meta übernommen wurde – ein international beachteter Tech-Exit aus Deutschland.
Szeli ist kein klassischer Bühnenredner, sondern ein Beispiel für moderne Tech-Karrieren, die aus Substanz entstehen. Sein Erfolg zeigt, dass München nicht nur diskutiert, sondern konkret liefert. In Interviews und öffentlichen Auftritten wirkt er zurückhaltend, fokussiert und reflektiert – Eigenschaften, die in der Szene zunehmend geschätzt werden.
Für viele junge Gründer ist Szeli ein Identifikationspunkt: international erfolgreich, ohne die Bodenhaftung zu verlieren. Sein Weg unterstreicht, dass man auch aus München heraus globale Tech-Geschichten schreiben kann – ohne die eigene Persönlichkeit zu verbiegen.
Marco Streng: Krypto ohne Klischees
Im Blockchain-Umfeld fällt immer wieder der Name Marco Streng. Der deutsche Unternehmer zählt zu den international bekannten Persönlichkeiten im Krypto-Mining-Bereich und hat einen klaren Bezug zu München durch sein Studium an der LMU München.
Streng steht für eine sachliche, wirtschaftlich orientierte Seite von Krypto. Keine Provokation, kein Spektakel, sondern Infrastruktur, Skalierung und internationale Vernetzung. Auf Konferenzen tritt er ruhig und analytisch auf – ein Gegenbild zu den oft überzeichneten Krypto-Stereotypen.
Gerade deshalb ist er für München relevant: Er zeigt, dass Blockchain hier nicht als Spielwiese verstanden wird, sondern als Technologie mit realem wirtschaftlichem Hintergrund.
Wo Blockchain wirklich eingesetzt wird
Kryptowährungen sind für viele zunächst mit Trading, Kursbewegungen und Spekulation verbunden. Daneben existieren Nischen, in denen digitale Währungen als Zahlungsmittel genutzt werden.
Dazu zählen etwa internationale Online-Angebote oder digitale Services, bei denen klassische Zahlungswege nicht immer im Vordergrund stehen. Wo beispielsweise Casinos ohne Einsatzlimits bewertet werden, tauchen immer wieder international agierende Anbieter unter den Favoriten auf, bei denen der Einsatz mit verschiedenen Kryptowährungen möglich ist. Ähnlich zeigt sich das bei bestimmten digitalen Dienstleistungen, etwa im Bereich Hosting, Software-Services oder international angebotener Online-Tools, bei denen Krypto-Zahlungen als ergänzende Option akzeptiert werden – vor allem dort, wo Nutzer grenzüberschreitend agieren oder alternative Zahlungswege bevorzugen.
Abseits von Handel und solchen spezialisierten Anwendungsfällen hat sich Blockchain-Technologie in mehreren konkreten, wirtschaftlich relevanten Feldern etabliert. In München spielt sie vor allem dort eine Rolle, wo digitale Prozesse zuverlässig, nachvollziehbar und regulatorisch sauber funktionieren müssen. Münchner Anbieter wie Tangany sind in diesem Bereich aktiv und arbeiten als regulierter Kryptoverwahrer mit institutionellen Kunden und Technologiepartnern zusammen. Hier steht nicht der Handel im Vordergrund, sondern Infrastruktur und Sicherheit.
Auch im Versicherungsumfeld findet Blockchain Anwendung. Projekte wie etherisc setzen Smart Contracts ein, um Auszahlungen automatisiert an klar definierte Ereignisse zu koppeln, etwa bei parametrischen Versicherungsmodellen. Ergänzend wird die Technologie in Unternehmen für Nachweisführung, Datenintegrität und digitale Zertifikate eingesetzt – überall dort, wo klassische IT-Systeme an organisatorische oder regulatorische Grenzen stoßen.
Und international?
Ein Blick über München hinaus zeigt, wie unterschiedlich Tech und Krypto weltweit inszeniert werden. In Städten wie Miami oder Dubai gehört Krypto längst zum öffentlichen Auftritt. Große Konferenzen, exklusive Side-Events und internationale Gäste prägen dort das Bild. Technologie ist sichtbar – auf Bühnen, in Hotels, bei Abendveranstaltungen. Wer dazugehört, wird gesehen.
Auch Metropolen wie New York City oder Singapore setzen klare Akzente, allerdings mit anderem Fokus. Dort trifft Blockchain auf Finanzwelt, Investoren und institutionelle Player. Panels, Empfänge und Branchentreffen bestimmen den Ton. Weniger Szene, mehr Business – aber ebenfalls mit internationaler Strahlkraft.
München wirkt daneben zurückhaltender, aber nicht unsichtbar. Digitale Themen tauchen hier nicht als Show, sondern als Teil eines größeren Gesamtbilds auf: bei Konferenzen, Gründerformaten, Unternehmensauftritten.





