Uhren Plagiate: verlockender Preis, enttäuschende Qualität

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Wie wertvolle Autos und elegante Designer-Kleidung sind edle Uhren klassische Symbole für einen hohen gesellschaftlichen Status. Als Erbstücke begleiten sie Familien über Generationen. Schließlich sind sie durch die Verwendung kostbarer Materialien und eine aufwendige Verarbeitung kostspielig. Viele Menschen können sich die Luxusmarken daher nicht leisten. Da ist es kein Wunder, dass der Markt für Uhren Plagiate boomt.

Denn mit den günstigen Fälschungen lässt sich leicht Eindruck schinden, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Allerdings bleibt neben dem Preis auch die Qualität weit hinter den Originalen zurück. Das ist umso tragischer, wenn Sie eine Original-Uhr bezahlen und dafür nur ein Uhren-Plagiat erhalten. Hier erfahren Sie, wie Sie den Unterschied zwischen Original und Fälschung erkennen.

Warum Plagiate nicht halten, was sie versprechen

Es gibt gute Gründe, warum die Uhren von Luxusmarken wie Rolex, Breitling, Omega oder Cartier so teuer sind. Edle Materialien wie Gold, Titan, Diamanten oder Perlmutt sind bei diesen Luxus-Zeitmessern stets echt. Dazu ist die Herstellung extrem zeitaufwendig. Es geht um Perfektion, Schönheit und Stil. Handarbeit und Sorgfalt bis hin zu den letzten Details verleihen solchen Uhren einen besonderen Wert. Diesen Anspruch können Uhren-Plagiate nicht erfüllen.

Dennoch findet sich im Internet eine Flut von Replikas zum günstigen Preis. Versprochen wird eine hochwertige Uhr in täuschend echter Optik. Dahinter steckt jedoch ein illegaler Handel mit gefälschten Marken-Uhren. Dieser lohnt sich für die Fälscher nur durch die Verwendung minderwertiger Materialien und den Verzicht auf die besonderen Details. Um auf einen solchen Betrug nicht hereinzufallen, informieren Sie sich hier über die Tricks der Uhrenfälscher.

Uhren-Plagiate: Nachgemacht ist eben nicht echt

Bei den Uhren-Fälschungen geht es vor allem um den äußeren Eindruck. Hauptsache, das Werk ähnelt großen Marken wie Louis Vuitton. Das Plagiat soll der Original-Uhr möglichst ähnlich sehen und eine wertige, luxuriöse Optik vermitteln. Das funktioniert allerdings nach dem Motto “Mehr Schein als Sein”.

Es beginnt im Inneren der Uhr mit dem Uhrwerk. Die teuren Originale der Luxusmarken verfügen in der Regel über ein in Handarbeit hergestelltes mechanisches Uhrwerk, das zuverlässig und genau die Zeit misst. Nachgemachte Uhren haben dafür ein günstigeres Quarz-Uhrwerk eingebaut.

Ein sicheres Kennzeichen für eine Replika ist daher ein springender Sekundenzeiger. Gleichwohl gibt es mittlerweile gut gemachte Plagiate mit Quarz-Uhrwerken, die hochwertige mechanische Uhrenwerke imitieren und gleichmäßig über das Ziffernblatt wandern. Alleine die Beobachtung des Sekundenzeigers reicht daher nicht für eine sichere Überprüfung der Echtheit aus.

Uhrenglas und Gravuren: Schwachstellen der Uhren Plagiate

Die Original-Uhrenmodelle von Edelmarken schützen das Ziffernblatt meist durch extrem hartes, kratzfestes Saphirglas. Günstige Nachahmungen verwenden hingegen ein einfaches Uhrenglas. Testen Sie das Glas vorsichtig mit einem spitzen Metall-Gegenstand. Entsteht sofort ein kleiner Kratzer, ist die Uhr wahrscheinlich ein Plagiat. Überprüfen Sie außerdem eventuelle Gravuren der Uhr mithilfe einer Lupe. Rolex-Uhren haben in der Regel keinerlei Gravuren auf der Rückseite des Uhrengehäuses.

Fakes sind häufig ungenau gearbeitet. Das erkennen Sie unter Umständen am Zifferblatt. Unscharfe Konturen sind für echte Luxus-Uhren absolut untypisch. Achten Sie darüber hinaus auf Schreibfehler wie etwa Peitling statt Breitling. Ebenso sind Hinweise wie “Made in China” ein deutliches Indiz für gefälschte Luxus-Uhren. Der Großteil der gefälschten Uhren stammt aus Fernost, vor allem aus Hongkong und China.

Um ein Uhren-Plagiat zu entlarven, überprüfen Sie außerdem eventuelle Zusatzfunktionen. Bei gefälschten Chronographen lässt sich zum Beispiel häufig gar nicht die Zeit stoppen. Oft sind die Zeiger auf den kleinen Hilfszifferblättern nur aufgeklebt. Wichtig ist also, dass Sie die Uhr vor dem Kauf im wahrsten Sinne des Wortes gründlich unter die Lupe nehmen.

Raffiniert gefälschte Edel-Uhren: Plagiate trotz Echtheits-Zertifikaten

Bei echten Luxus-Uhren erhalten Sie stets Echtheits-Zertifikate mit Typbezeichnung und Seriennummer mitgeliefert. Allerdings können diese Zertifikate auch gefälscht sein. Achten Sie deswegen verstärkt auf Schreibfehler. Bei Zertifikaten der Originalmarken können Sie von einer fehlerfreien Schreibweise ausgehen. Seriöse Händler verkaufen die edlen Uhren außerdem in der Original-Box mit allen offiziellen Dokumenten. Dazu gehören auch die Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte.

Informieren Sie sich vor dem Uhrenkauf über den normalen Kaufpreis Ihres Wunschmodells. Liegt der Angebotspreis weit darunter, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein gefälschtes Marken-Modell. Seien Sie insbesondere vorsichtig bei Privatverkäufen von Luxus-Uhren.

Denn private Anbieter sind gesetzlich nicht zur Rücknahme der Ware verpflichtet. Bei gewerblichen Händlern im Internet sollten Sie nur kaufen, wenn der Händler ein vollständiges Impressum angibt. Ebenso wichtig sind faire AGB. Die Erreichbarkeit ausschließlich per Mail und über ein Postfach spricht gegen die Seriosität des Händlers und sollte Sie entsprechend misstrauisch machen.

Vorsicht vor Schmuggel und Markenrechtsverletzungen: Uhren Plagiate im Urlaub

Gerade beim Urlaub in fernöstlichen Ländern locken Händler häufig mit Luxus-Uhren zum Schnäppchenpreis. Doch solche Einkäufe können bei der Heimreise unter Umständen teuer werden und sogar strafbar sein. Denn der Besitz von Plagiaten ist in Deutschland zwar erlaubt, der Handel mit gefälschten Marken-Produkten jedoch nicht. Daher ist die Obergrenze für den Warenwert von eingeführten Plagiaten pro Person beschränkt.

Informieren Sie sich vor Ihrer Urlaubsreise über die aktuelle Einfuhrgrenze. So vermeiden Sie unschöne Konsequenzen. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, investieren Sie lieber in eine echte Marken-Uhr. So erfreuen Sie sich ein Leben lang an einem stilvollen Qualitäts-Produkt.

Foto: Adobe / andersphoto

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