Jodie Foster fand Robert De Niro bei ‚Taxi Driver‘ langweilig

Robert De Niro and Jodie Foster – 1976 – Taxi Driver – Avalon
Jodie Foster hat neulich mit einem aufschlussreichen Kommentar über Robert De Niro für Aufsehen gesorgt. Bei ihrer ersten Begegnung am Set von ‚Taxi Driver‘ fand die Oscarpreisträgerin den legendären Schauspieler „langweilig“. Damals war sie gerade einmal 12 Jahre alt und war aufgeregt, neben einem der größten Schauspieler ihrer Zeit zu stehen. Doch De Niros strikte Method-Acting-Haltung irritierte sie eher, als dass sie sie faszinierte.
Einblicke in die Zusammenarbeit
Beim Marrakech Film Festival erzählte Foster, wie sie immer wieder mit De Niro die Szenen durchgingen: „Einer unserer größten Schauspieler, aber nicht der interessanteste Mensch auf Erden.“ Während ihrer gemeinsamen Mittagessen fragte sie sich oft, wann sie endlich nach Hause kann; schließlich konnte er kaum mit ihr sprechen. Stattdessen plauderte sie mit den Kellnern. Doch es war nicht alles grau in grau. De Niro öffnete ihr schließlich die Augen für neue Perspektiven, als er ihr Improvisationstechniken zeigte. Diese Erfahrung beim dritten gemeinsamen Lunch hat ihr die Welt der Schauspielerei neu eröffnet.
In dieser Zeit erkannte Foster, dass echter Charakteraufbau weit über das bloße Auswendiglernen von Texten hinausgeht: „Ich hatte eine Art Erweckung.“ Obwohl sie mit sechs Jahren in die Schauspielerei eintrat, gab sie zu, dass sie diesen Weg nie absichtlich gewählt hätte: „Ich habe nicht die Persönlichkeit eines Schauspielers.“ Trotzdem fühlte sie sich immer zu starken Hauptfiguren hingezogen und wollte nicht die Nebenrolle von jemand anderem spielen. Ihre Ambitionen waren klar: „Ich wollte, dass der Film über mich ist.“





