Gina-Lisa Lohfink: „Ich war oft zu gutgläubig und naiv“

Foto: https://www.bestfans.com/ginalisaofficial

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Nach einer schweren Notoperation meldet sich Reality-Star Gina-Lisa Lohfink zurück – ehrlich, reflektiert und mit klaren Worten. Im Interview mit BestFans spricht sie über ihre gesundheitlichen Herausforderungen und ihre veränderte Sicht auf Schönheitsoperationen. Gleichzeitig blickt sie nach vorn: mit neuen Projekten, einem stärkeren Fokus auf Gesundheit und dem Wunsch nach mehr Authentizität – beruflich wie privat.

Gina-Lisa Lohfink, du hattest ja kürzlich eine schwere Zeit mit einer Notoperation hinter dir. Wie geht es dir heute?

Ja, ich hatte wirklich eine schlimme Not-OP, aber zum Glück ist alles gut verlaufen. Allerdings stehen noch zwei weitere Operationen an, was natürlich nicht so schön ist. Trotzdem bin ich in der Dorow-Klinik in den besten Händen. Ich bin vom 8. bis zum 13. April wieder dort – und tatsächlich freue ich mich richtig darauf, fast so, als würde ich in den Urlaub fahren. Die kümmern sich so liebevoll um mich, das gibt mir ein total gutes Gefühl.

Man hat ja auch gesehen, dass du trotz allem weitergedreht hast und dich selbst versorgt hast. Wie hast du das geschafft?

Ich habe mich tatsächlich komplett selbst versorgt, Verbände gewechselt, desinfiziert und getaped. Ich bin ja gelernte Arzthelferin, das hilft natürlich enorm. So konnte ich jeden Tag alles selbst machen.

Hat diese Erfahrung deine Einstellung zu Schönheitsoperationen verändert?

Auf jeden Fall. Man muss da wirklich vorsichtig sein und sich gut überlegen, ob man das überhaupt machen will – und vor allem, wo. Eigentlich ist jeder Mensch auf seine eigene Art schön, man braucht das gar nicht unbedingt. Heutzutage wird einem oft ein falsches Bild vorgelebt, das ist schon problematisch. Es kann auch schnell zu einer Art Sucht werden. Ich habe jedenfalls erstmal die Schnauze gestrichen voll.

Achtest du heute bewusster auf deine Gesundheit?

Ja, definitiv. Ich versuche, weniger Alkohol zu trinken – wenn überhaupt, dann eher privat und in Ruhe. Generell ist zu viel Alkohol einfach ungesund. Stattdessen mache ich viel Sport, bewege mich viel und trinke vor allem viel Wasser. Das ist mein Geheimrezept. Dazu kommen Vitamine, Obst, Gemüse und ausreichend Schlaf. Das merkt man sofort, wenn man darauf achtet.

Viele verbinden dich mit Glamour und Nachtleben. Wie wichtig ist dir heute Ruhe und Privatsphäre?

Sehr wichtig. Das Leben in der Öffentlichkeit ist unglaublich stressig. Privat ziehe ich mich deshalb total zurück. Ich gehe spazieren, ins Kino, in Freizeitparks, verbringe Zeit mit meinem Patenkind oder koche einfach. Ganz normale Dinge eben. Das, was man auf Social Media sieht, ist nicht mein komplettes Leben.

Wenn du auf deine Karriere zurückblickst – würdest du heute etwas anders machen?

Einiges. Ich würde mich von manchen Menschen fernhalten und besser auf mich aufpassen. Ich war oft zu gutgläubig und naiv. Man muss sich schützen, gerade in dieser Branche. Viele Menschen sind leider nicht so, wie sie scheinen.

Dein natürliches Fotoshooting zuletzt hat viel Aufmerksamkeit bekommen. War das ein bewusster Neuanfang?

Ja, das kam so gut an, dass wir da auf jeden Fall weitermachen werden. Da kommt bald wieder etwas, noch in diesem Jahr. Ich möchte wieder stärker in die Modelbranche zurück. Ich bin sehr wandelbar und kann viele verschiedene Looks tragen – das ist meine Stärke.

Viele sehen dich als „laute Gina-Lisa“, aber im persönlichen Gespräch wirkst du ganz anders. Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Ich bin ein sehr herzlicher, liebevoller und loyaler Mensch. Ich habe mein Herz am rechten Fleck und bin weder verlogen noch arrogant. Aber wenn ich immer wieder provoziert werde, dann platze ich irgendwann – wie ein Luftballon. Ich warne die Leute sogar vorher. Wenn es zu viel wird, kann ich mich irgendwann nicht mehr zurückhalten.

Reality-TV bringt oft starke Persönlichkeiten zusammen. Mit welchen Formaten hattest du die größten Herausforderungen?

„Reality Queens“ und „Kampf der Realitystars“ waren für mich besonders herausfordernd. Dort trifft man zwangsläufig auf Menschen, mit denen es einfach nicht harmoniert. Bei mir war das zum Beispiel mit Ariel und Cecilia so – zu ihnen habe ich auch privat keinerlei Kontakt und will das auch auf keinen Fall.

Gibt es trotzdem Freundschaften, die geblieben sind?

Ja, zum Glück. Zum Beispiel mit Nathalie, Arielle Rippegather, Iris Klein, Kevin Schäfer oder auch Eric und Edith Stehfest verstehe ich mich gut. Lieber ein paar echte Freunde als viele falsche.

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