Das gesparte Geld lieber investieren: Guildo Horn fordert ESC-Pause

Guildo Horn

Tobias Hase/picture-alliance/Cover Images

Auch einen Tag nach dem ESC-Desaster von Liverpool kennt Showbiz-Deutschland nur ein Thema: Was muss sich ändern, damit das Land nicht mehr Schlusslicht beim größten Songwettbewerb der Welt wird? Ein Patentrezept hat auch Guildo Horn (60) nicht.

Songs am Reißbrett

Der Sänger kann allerdings mit reichlich Eurovisions-Erfahrung aufwarten, denn schließlich holte er 1998 mit 'Guildo hat euch lieb!' den siebten Platz. Damals entfachte seine Teilnahme eine neue Begeisterung für das Spektakel, nachdem man in Deutschland nach mehreren Pleiten das Interesse verloren hatte. 1996 das Land noch nicht einmal das Finale erreicht, woraufhin es im Folgejahr Teil der Nationen wurde, die sich als große Geldgeber automatisch für die Endrunde qualifizierten. Von der Gewinnerin in diesem Jahr, Loreen aus Schweden, ist Guildo wenig begeistert, wie er am Sonntagabend (14. Mai) auf Facebook schrieb. "Für mich ist leider auch der Siegertitel eher der 2te Aufguss von längst Erlebtem. Die tongewordene 'Numero Sicher'. Jedenfalls definitiv am Reißbrett entworfen." Doch auch an keinen der anderen Songs habe er sich am Morgen danach noch erinnern können.

Guildo Horn will lieber Investitionen

Und wie sieht Guildo Horn das schlechte Abschneiden Deutschlands, welches europaweit Erstaunen auslöste? Das sei "ein offensichtliches Zeichen dafür, dass Deutschland gerade nicht unbedingt der ausdrückliche Liebling unserer Europäischen Nachbarn zu sein scheint." Jetzt sei ein Umdenken gefordert. "Seit Jahren bleiben die Erfolge aus, aber auf Funktionärsebene wagt man keinen echten Neuanfang und rührt ständig in derselben klebrigen Schüssel." Das würde doch nichts bringen. "Mein Tipp: Einfach mal pausieren und das gesparte Geld (Deutschland ist ja einer der großen Geldgeber des ESC) vernünftig investieren! Zum Beispiel für den Bau von neuen Kitas, oder zur Unterstützung der Tafel! Mir fielen da eine Menge nützlicher Dinge ein."

Wie weit diese Investitionen gingen, sei dahingestellt, denn blühende Landschaften lassen sich mit gesparten ESC-Geldern wohl eher nicht schaffen. Der deutsche Beitrag für dieses Jahr belief sich auf 473.000 Euro und liegt dabei sogar unter den durchschnittlichen Produktionskosten für viele andere Unterhaltungssendungen. Doch Guildo Horn hat noch einen anderen Tipp parat: "Vielleicht dann in ein paar Jahren mit einem neuem verantwortlichen Kreativteam nochmal mit einer gewissen Leichtigkeit des Seins einsteigen. Das hilft beim Musizieren nämlich ungemein!"

Bild: Tobias Hase/picture-alliance/Cover Images

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