Boris Becker hängt seine Trainerkarriere an den Nagel

Boris Becker - Celebrity Bear Hunt - from Netflix press handout - Jan 25

Foto (c) Bang Showbiz // Boris Becker – Celebrity Bear Hunt – from Netflix press handout – Jan 25

Für Boris Becker ist ein weiteres Kapitel seiner bewegten Karriere abgeschlossen.
Der frühere Wimbledon-Sieger zieht einen klaren Schlussstrich unter seine Tätigkeit als Tennistrainer. In einem aktuellen Interview machte der 58-Jährige deutlich, dass er sich künftig nicht mehr am Spielfeldrand sieht und fand dabei ungewöhnlich deutliche Worte. „Meine Zeit ist vorbei“, erklärte Becker offen und ließ keinen Zweifel daran, dass er sich aus dem Trainergeschäft zurückziehen will. Damit verabschiedet sich eine der prägendsten Figuren des internationalen Tennissports auch von jener Rolle, mit der er nach seiner aktiven Karriere erneut große Aufmerksamkeit erlangt hatte.

Becker hatte in den vergangenen Jahren unter anderem Topspieler betreut und dabei seine Erfahrung und sein Gespür für den Spitzensport weitergegeben. Doch offenbar ist für ihn nun der Punkt erreicht, an dem er diese intensive Tätigkeit hinter sich lassen möchte. Der Trainingsalltag, der mit Reisen, Druck und permanenter Präsenz verbunden ist, scheint für den ehemaligen Weltklassespieler nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen. Stattdessen richtet sich sein Blick zunehmend auf andere Lebensbereiche. Nach den turbulenten Jahren, geprägt von persönlichen Rückschlägen und einem viel beachteten Comeback ins öffentliche Leben, scheint Becker heute bewusster zu entscheiden, wofür er seine Energie einsetzt. Die klare Aussage, er habe „keine Lust mehr auf den Trainingsplatz“ unterstreicht, dass es sich nicht nur um eine berufliche, sondern auch um eine persönliche Entscheidung handelt.

Wäre es nach einigen Ikonen des Tennissports gegangen, würde Becker wohl noch lange auf der Trainerbank Platz nehmen. „Ich möchte keine Namen nennen, aber ich wurde oft gefragt, ob ich in den Trainer-Zirkus zurückkehren möchte, habe aber abgelehnt“, sagte Becker in einer Medienrunde anlässlich der Laureus World Sports Awards. Seine Karriere will der Ex-Profi auf andere Weise fortführen: „Ich habe andere berufliche Ziele – ich arbeite viel mehr im Medienbereich. Das könnte ich nicht tun, wenn ich wieder als Coach in Vollzeit arbeiten würde.“

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