Anya Taylor-Joy: Frauen vermeiden Method Acting bewusst

Anya Taylor-Joy – Premiere Of Apple TV’s „Lucky“ – Getty
Anya Taylor-Joy hat eine klare Meinung über Method Acting: Für Schauspielerinnen sei es keine praktikable Technik, weil sie es sich nicht leisten können, „völlig den Verstand zu verlieren“. Bei diesem Ansatz geht es darum, dass Schauspieler so tief in ihre Rolle eintauchen, dass sie die Figur selbst werden. Emotionsdarstellung allein reicht nicht aus, die eigenen Erfahrungen und Gefühle sollen das Schauspiel beleben. Größen wie Robert De Niro, der sich für ‚Taxi Driver‘ wochenlang als Taxi-Fahrer in New York verdingte, und Daniel Day-Lewis, der für ‚Mein linker Fuß‘ zwischen den Szenen im Rollstuhl verharrte, gehören zu den prominenten Befürwortern dieser Methode.
Anya Taylor-Joys Sicht auf Schauspiel
In einem Interview mit ‚Complex News‘ gestand Taylor-Joy, dass sie selbst nie Method Acting praktiziert hat. Sie führte aus, dass Frauen an vieles denken müssen und es deshalb nicht möglich sei, im Beruf den Verstand zu verlieren. Die ‚Lucky‘-Schauspielerin vergleicht ihre Kunstform mit kontrollierter Psychose: „Man tut so, als wäre man jemand anderes und lebt stundenlang in den Gedanken und der Welt dieser Figur“, erklärt sie. Für sie sei es, als zöge man für kurze Zeit eine Mitbewohnerin im eigenen Kopf ein.
Taylor-Joy schätzt es besonders, Menschen um sich zu haben, die ihre Art der Arbeit verstehen und respektieren. Der Star aus ‚Das Damengambit‘ betont, wie wichtig es ist, dass Kollegen sie auch mal erden können, wenn sie zu stark in ihre Rolle eintaucht. Ihrer Meinung nach birgt konsequentes Method Acting jedoch Gefahren: „Ständig in dieser Rolle zu bleiben, ist schwer, vor allem wenn man mit einem großen Team harmonisch arbeiten muss“, so Taylor-Joy. Sie warnt, dass zu starkes Aufgehen in der Rolle die Zusammenarbeit negativ beeinflussen kann.





