Eli Roth sieht ‚Ice Cream Man‘ nun aus Vater-Perspektive

Eli Roth – February 2024 – Avalon – Drugstore June Premiere
Seit Eli Roth zum Vater geworden ist, sieht er seinen neuen Horrorfilm ‚Ice Cream Man‘ aus einer völlig neuen Perspektive. Der mittlerweile 54-jährige Regisseur arbeitet an diesem Projekt, das das geordnete Leben in der Vorstadt durcheinanderbringt: Ein Eisverkäufer verteilt Süßigkeiten, die Kinder in Mörder verwandeln. Das Skript dafür schrieb Roth bereits vor zwei Jahrzehnten. Doch heute, als Vater der 17 Monate alten Donatella mit seiner Frau Vittoria Buraschi, hat sich sein Blick auf die Erzählung dramatisch gewandelt.
Eisverkäufer und unerwartete Gefahren
In einem Interview mit ‚Creative Screenwriting‘ erzählte Roth: „Als Vater einer 17 Monate alten Tochter sehe ich die Geschichte nun durch die Brille eines Elternteils.“ Er verfeinerte das Drehbuch dahingehend, dass es die elterliche Sichtweise betont. „Alles dreht sich darum, sein Kind beschützen zu wollen. Man unternimmt alles, um es behütet aufwachsen zu lassen, obwohl das nicht immer möglich ist. Es geht darum, das Kind auf das Leben vorzubereiten.“
Auch Eltern, die ihre Kinder vor Bildschirmen fernhalten möchten, können nicht alle Einflüsse kontrollieren: „Irgendwann geht meine Tochter zur Schule, und dort sind Displays und Smartphones allgegenwärtig. Irgendetwas wird sie dort aufnehmen.“ Roth erklärt, dass der Film tiefsitzende Ängste anspricht: „Es geht um das Misstrauen gegenüber etwas Vertrautem. Man vertraut einem Eisverkäufer, und dieses Vertrauen wird gebrochen.“ Ähnliches gilt für Menschen in Uniformen, denen man typischerweise vertraut. „Wenn genau diese Personen das Vertrauen missbrauchen, ist das besonders beängstigend“, merkt der Filmemacher an. Trotz der Slasher-Elemente in ‚Ice Cream Man‘ wollte Roth die Unschuld der Kindheit auf den Kopf stellen: „Die Morde sollten kreativ sein. Ich wollte nicht einfach Kinder zeigen, die mit Waffen herumlaufen; das wäre ein ganz anderer Film geworden.“ Sein Ziel war es, gewohnte Schulgegenstände in bedrohliche Instrumente zu verwandeln: „Wir nehmen Dinge, die man normalerweise in der Schule findet, und machen sie zu bedrohlichen Waffen – eben die Dinge, die man sonst nie so sehen würde.“





