Elliot Page wurde eigenen Angaben dazu gezwungen, bei der Premiere von ‚Juno‘ ein Kleid zu tragen.
Der kanadische Schauspieler outete sich im Dezember 2020 als transgender. Bevor er diesen mutigen Schritt wagte, wurde Elliot allerdings lange Zeit unterdrückt. In einem emotionalen Essay für das ‚Esquire‘-Magazin deckt der 35-Jährige auf, wie schwer es für ihn nach dem bahnbrechenden Erfolg des Coming-of-Age-Films ‚Juno‘ war.

„Ich wurde in High Heels und den ganzen Look gesteckt – mir ging es nicht gut, und ich wusste nicht, wie ich mit jemandem darüber reden sollte“, gesteht er. „Das klingt für die Leute seltsam und ich verstehe, dass sie es nicht verstehen: ‚Oh, verdammt, du bist berühmt, du hast Geld, und du musstest ein Kleid tragen, buuhuu.‘“ Innerlich habe Elliot allerdings schwer gelitten. „Ich wünschte, die Leute würden verstehen, dass mich dieser Mist buchstäblich fast umgebracht hat“, offenbart er.

Gegen seinen Willen zwang ihn das Filmstudio dazu, beim Toronto International Film Festival ein feminines Outfit zu tragen. „Früher habe ich mich angezogen, wie ich wollte – nicht anders als heute“, erzählt der Darsteller. „Ich wollte einen Anzug tragen und Fox Searchlight sagte im Grunde: ‚Nein, du musst ein Kleid tragen‘. Und sie brachten mich in großer Eile zu einem dieser schicken Läden in der Bloor Street. Sie steckten mich in ein Kleid und das war das Ende der Geschichte.“

©Bilder:BANG Media International – Elliot Page October 2021 Avalon