Schauspielerin Franziska Weisz (42) möchte, dass sich die Gesellschaft ändert und ihrer Meinung nach fällt dem Fernsehen eine wichtige Rolle zu. Und so begrüßt sie es, dass beim 'Tatort' nun darauf geachtet wird, mehr Minderheiten ein Gesicht zu geben.

Quote muss her

Dies wurde jetzt offiziell festgelegt und konnte im Hamburger 'Tatort' auch gleich angeschaut werden – dieses Mal ging es um queere Lebenswelten, in denen sich die Darstellerin als Ermittlerin bewegte. Für die Österreicherin sind diese Vorgaben wichtig, denn sie würden den Weg weisen. "Genau wie bei der Quotenreglung war ich erst skeptisch, weil der Gedanke aufkommt, Frauen bekämen Jobs nur wegen ihres Geschlechts", gab der Star im Gespräch mit 't-online.de' zu. "Aber unsere Gesellschaft hatte lange genug Zeit, dass sich Gleichberechtigung von allein eingroovt, doch es ist nicht passiert. Deshalb bin ich sicher, dass es diese Vorgaben braucht. Ich bin optimistisch, dass sich Quotenregelungen selbst obsolet machen, indem mehr Vielfalt bald die Norm wird."

Franziska Weisz verdient weniger als ihr Kollege

Es wäre auch schön, wenn Frauen und Männer für dieselbe Arbeit gleich bezahlt werden würden. Sie offenbarte, dass sie weniger Gage bekommt als ihr Kollege Wotan Wilke Möhring, wollte aber nicht mehr darüber sagen. Wesentlich gesprächiger wurde die langjährige Vegetarierin, als es um nachhaltiges Leben ging. "Längere Strecken fahre ich mit der Bahn. Zudem habe ich den Konsum von Kleidung stark reduziert. Abgesehen davon ist Plastik minimieren ein großes Thema für mich." Der Verzicht auf das Auto ist schon hart für den großen Autofan. Gegenüber 'radio eins' gab sie zu: "Also wenn jetzt jemand sagen würde 'Hier ist der Tigan Turbo mit den 500 KW, mit dem würde ich schon gerne fahren." Die Spritztour würde man Franziska Weisz schon gönnen.

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