Für Schauspieler Wotan Wilke Möhring (54) war die Pandemie-Zeit ziemlich anstrengend, denn seine drei Kinder mussten schließlich unterrichtet werden. Das Trio hatte keine schöne Zeit, weiß der Papa.

Nicht ist wichtiger

Gerade war der Star im neuen 'Tatort' als Hamburger Kommissar Thorsten Falke zu sehen. Der Job ist ihm wichtig, aber noch wichtiger sind die drei, die zuhause warten: Mia (12), Karl (10) und Henriette, genannt Jette (9). "Zuhause ist einer meiner Hauptjobs nach wie vor, ambitionierter Papa sein", betonte der Darsteller gegenüber 'Bild'. "Ich glaube, dass es als Vater gerade in den letzten zwei Jahren nichts Wichtigeres gab." Wegen der Pandemie waren Schulbesuche nicht möglich. "Früher waren vier, fünf Fehltage schon Mist, heute tragen die Kinder die Tage ein, wann sie in der Schule sind", seufzte der TV-Star.

Wotan Wilke Möhring will seinen Kindern nichts vormachen

Und so paukte der Wahl-Kölner mit seiner Brut Mathematik zuhause und sorgte sich angesichts Klimawandels, Krieg in der Ukraine um den Seelenzustand seiner Lieben. "Vieles wird ihnen gerade genommen, was Kindheit ausmacht. Als schwächste Gruppe haben sie keine Lobby." Aber das bedeutet nicht, dass man ihn etwas vormachen sollte. Der dreifache Vater möchte seinen Nachwuchs auf das Leben vorbereiten. "Meines Erachtens kommt alles, was ich meinen Kindern an realer Welt vorenthalte, eines Tages mit doppelter Kraft auf sie zu", erklärte der 'Tatort'-Star gegenüber der ARD.

Als Kommissar Falke ermittelte er in der Krimiserie in einem Elite-Internat und wie seine Serienfigur teilt er die Vorbehalte, dass es eine gute Bildung und Berufschancen nur mit Geld gibt. "Falke sagt am Ende des Films: Alle sollten eine anständige Schulbildung kriegen, nicht nur die mit Kohle. Diese Meinung teile ich." Momentan muss Wotan Wilke Möhring den Umständen entsprechend als "ambitionierter Papa" eben noch ein bisschen mithelfen.

Bild: Daniel Bockwoldt/picture-alliance/Cover Images