Gene Simmons: Musiker werden ’schlimmer als Sklaven‘ behandelt

Gene Simmons – Hell and Heaven Metal Fest 2022 – Getty
Gene Simmons, der legendäre KISS-Bassist, hat kürzlich eine kontroverse Aussage über die Branche getroffen, die viele gemischte Reaktionen hervorrief. Während seiner Anhörung vor dem Unterausschuss für geistiges Eigentum des US-Senats am 9. Dezember äußerte er seine Überzeugung, dass Musiker „schlimmer als Sklaven“ behandelt werden. Der Grund? Radiosender zahlen nicht dafür, dass die Musik der Künstler gespielt wird. Simmons argumentiert, dass sogar Ikonen wie Elvis Presley und Bing Crosby unfair behandelt wurden, wenn es um ihre verdienten Einnahmen geht.
Ein Aufruf zur Gerechtigkeit für Musiker
Simmons hob das Beispiel von Bing Crosby hervor, der mit seinem zeitlosen Hit „White Christmas“ ein Stück amerikanischer Musikgeschichte geschrieben hat. „Es ist verrückt, dass jeder an diesem Erfolg verdient, außer dem, der das Lied gesungen hat“, sagte er. Laut Simmons wurde Crosby nie für die zahlreichen Ausstrahlungen des Songs bezahlt, während andere – vom Radio bis zum Klempner – ihre Anteile erhielten. Dies sei nicht nur unfair, sondern auch ein System, das bereits viele Stars wie Elvis und Frank Sinatra betroffen hat.
Der KISS-Star stellte sich den kontroversen Vergleich und sagte, dass die Behandlung dieser Künstler schlimmer sei als die von Sklaven – die hätten zumindest Essen und Wasser bekommen. „Elvis, Bing Crosby und Sinatra hatten nichts für ihre Auftritte“, so Simmons. Diese Anhörung kam nur wenige Monate nach einem offenen Brief, der den American Music Fairness Act unterstützte und von Größen wie Aerosmith, Barbra Streisand, Celine Dion und Mariah Carey unterzeichnet wurde. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion über die Rechte der Musiker künftig entwickeln wird.




