George Lucas kritisiert Hollywoods KI-Nutzung und Fan-Einfluss

George Lucas – Avalon – Cannes – May 2024
George Lucas, der legendäre Schöpfer von ‚Star Wars‘, ist fest davon überzeugt, dass künstliche Intelligenz die Zukunft des Filmemachens prägen wird, da sie den Prozess erheblich vereinfacht. Seitdem er Lucasfilm 2012 an Disney verkauft hat, hat er sich größtenteils aus der Filmindustrie zurückgezogen. In einem Gespräch mit ‚A Rabbit’s Foot‘ erklärte Lucas: „Künstliche Intelligenz macht es uns viel einfacher, Filme zu realisieren. Manche Leute hängen an der Vergangenheit wie an Pferd und Kutsche, aber das Auto hat sich durchgesetzt, trotz seiner anfänglichen Probleme.“
Der Einfluss des Publikums auf die Filmwelt
Lucas, mittlerweile 82 Jahre alt, stellt klar, dass dieser technologische Fortschritt unvermeidlich ist und als Fortschritt und Zukunft angesehen werden muss. Auf der anderen Seite ist er skeptisch gegenüber Hollywoods Tendenz, Filmprojekte auf Basis von Testvorführungen und Fokusgruppen zu verändern. Er vertritt die Ansicht, dass das Publikum heute zu viel Entscheidungsgewalt erhalten hat. „Ich halte nichts von Fokusgruppen. Das Publikum weiß oft nicht, was es will. Wenn eine Figur nicht gut ankommt, interessiert mich eher die Ursache,“ so Lucas.
Ein Studio lässt sich seiner Meinung nach zu sehr vom Feedback beeinflussen, was zu einer übermäßigen Mitgestaltung der Filme führt. Lucas kritisiert: „Heute geht es nur noch darum, was die Fans denken. So entsteht kein authentischer Film.“ Stattdessen sollte man laut Lucas jemanden einstellen, der leidenschaftlich und erfahren in der Filmkunst ist. Auch Christopher Nolan, der Regisseur von ‚Die Odyssee‘, äußerte sich kürzlich zu KI. Im Interview mit ‚The Telegraph‘ lobte er die jüngeren Generationen dafür, künstlich erzeugten Inhalten kritisch gegenüberzustehen. Seine eigenen Kinder, so Nolan, könnten KI-generierten Inhalt schnell identifizieren, da sie die Online-Umgebung, aus der diese Inhalte stammen, gut kennen.





