Halle Berry über Rassismus und Prom Queen-Erlebnis

Halle Berry - Avalon - Cannes Film Festival - May 2025

Foto (c) Bang Showbiz // Halle Berry – Avalon – Cannes Film Festival – May 2025

Halle Berry wurde beschuldigt, die Wahl zur Prom Queen manipuliert zu haben, weil die Schule nicht wollte, dass ein „schwarzes Mädchen“ gewinnt. Die Oscar-prämierte Schauspielerin, die bis heute die erste und einzige Schwarze Frau ist, die für ihre Rolle im Thriller ‚Monster’s Ball‘ (2001) den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann, erinnert sich noch genau an den Rassismus, dem sie in der Highschool ausgesetzt war. Obwohl sie die meisten Stimmen erhalten hatte, wurde sie gezwungen, mit einer weißen Mitschülerin eine Münze zu werfen, um die Gewinnerin zu bestimmen. Sie sagte ‚The Cut‘: „Als schwarzes Mädchen war ich nicht das Symbol dessen, was sie sich als ihre Königin vorgestellt haben.“ Sie fügte hinzu: „Eine Sache, die kaum jemand über mich wirklich versteht, ist, dass ich mein ganzes Leben lang eine Kämpferin war – ich habe darum gekämpft, als die gesehen zu werden, die ich wirklich bin, darum, als Künstlerin ernst genommen zu werden, und gegen das Stigma der Schönheit.

Halle betonte außerdem, dass sie zwar „unglaublich stolz“ auf ihren Oscar-Gewinn sei, sich aber erhofft habe, dass er einen größeren Einfluss auf ihre Karriere haben würde. Sie sagte: „Dieser Oscar hat den Verlauf meiner Karriere nicht unbedingt verändert. Nachdem ich ihn gewonnen hatte, dachte ich, es würde so etwas wie ein Lastwagen voller Drehbücher vor meiner Haustür auftauchen. So stolz ich auch war – am nächsten Morgen war ich immer noch schwarz.“

Die 59-jährige Schauspielerin – die bislang in 45 Kinofilmen mitgewirkt hat – warnte einst auch die Oscar-nominierte Cynthia Erivo davor, dass die Auszeichnung ihr Leben nicht „verändern“ werde. Zu ihr sagte sie: „Du hast es verdammt noch mal verdient, aber ich weiß nicht, ob es dein Leben verändern wird. Es kann nicht die Bestätigung für das sein, was du tust, oder?“ Heute betont Halle, dass ihr Erfolg vor allem darin liege, dass sie das tun könne, was sie liebt. Sie erklärte: „Als schwarze Frau, jetzt fast 60, kann ich immer noch in Filmen arbeiten und das tun, was ich liebe. Ich gewinne.“

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