Heiner Lauterbach: "Ich bin fast ein bisschen spießig geworden"

Frauen, Alkohol und Drogen sorgten früher für Schlagzeilen über Heiner Lauterbach. Im Gespräch mit Franziska van Almsick blickt der Schauspieler nun auf seine wilden Jahre zurück und erzählt, wie sehr sich sein Leben seitdem verändert hat.

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Heiner Lauterbach hat den wilden Zeiten abgeschworen.
Heiner Lauterbach hat den wilden Zeiten abgeschworen. Foto: imago/Future Image / Nikita Kolinz

Heiner Lauterbach (73) hat seine wilden Jahre längst hinter sich gelassen. Heute führt der Schauspieler ein deutlich ruhigeres Leben. Wie sehr er sich im Laufe der Zeit verändert hat, erzählt er Franziska van Almsick (48) in ihrer Radiosendung "Einfach Franzi". Darin blickt er auch offen auf seine ausschweifende Vergangenheit zurück, wie Radio Regenbogen vor der Ausstrahlung am Sonntag mitteilt.

"Bekannt war ich früher wirklich durch die 'Bild'-Zeitung: Schlagzeilen auf der ersten Seite, mehrfach, durch exzessive Geschichten, die in der Regel mit Frauen, Alkohol und Rauschgiften zu tun hatten", erinnert sich Lauterbach. "Und das hat sich seit 25 Jahren total verändert. Jetzt bin ich eigentlich eher das Gegenteil. Ich bin fast ein bisschen spießig geworden", räumt der Schauspieler ein.

Mit Ehefrau Viktoria begann ein neues Leben

Lauterbach selbst teilt sein Privatleben in zwei völlig unterschiedliche Phasen ein. Auf seine "sehr exzessive Zeit" folgte Anfang der 2000er-Jahre ein Neuanfang an der Seite seiner Ehefrau Viktoria. Mit ihr ist der Schauspieler seit 2001 verheiratet, das Paar hat zwei gemeinsame Kinder. Aus seiner früheren Ehe mit Schauspielerin Katja Flint (66) stammt zudem Sohn Oscar.

Auch seine Alltagsgewohnheiten haben sich grundlegend verändert. Während er früher gerne lange schlief, bezeichnet er sich heute als "absoluten Frühaufsteher". Manchmal beginnt sein Tag bereits um fünf Uhr morgens. Auf ausgiebige Feiern kann er dagegen inzwischen gut verzichten. Wenn ihn flüchtige Bekannte etwa zum Oktoberfest einladen, lehnt er lieber ab. "Da ist mir meine Lebenszeit zu schade für", erklärt er.

Beim Älterwerden sieht er auch Vorteile

Mit dem Älterwerden hat sich Lauterbach inzwischen ebenfalls arrangiert. Zumindest teilweise: "Ich werde immer klüger mit dem Alter. Das ist eine der wenigen wirklich schönen Eigenschaften am Altern", sagt der 73-Jährige. Körperlich sehe die Sache allerdings anders aus.

Schon morgens auf dem Weg ins Badezimmer mache sich das Alter gelegentlich bemerkbar. Und bei Arztbesuchen stelle sich inzwischen vor allem die Frage: "Womit fangen wir denn an? Rechtes Knie, linke Schulter, Halswirbelsäule, untere Wirbelsäule." Sein Fazit fällt entsprechend zwiespältig aus: "Körperlich ist da Luft nach oben beim Älterwerden, aber geistig tut sich da einiges."

(dr/spot)