Was tut man, wenn man eine der berühmtesten Frauen der Welt auf der großen Leinwand spielt und befürchten muss, dass diese Person den Film auch sieht? Vor diesem Dilemma stand Helen Mirren (76), als sie 2006 in die Rolle von Königin Elizabeth II. (96) schlüpfte.

Königin Elizabeth II. tat sich schwer zu trauern

In 'The Queen' wird ein düsteres Kapitel aus der Geschichte des britischen Königshauses erzählt: Es geht um die Zeit nach dem Tod von Prinzessin Diana (†36) im Sommer 1997. Während das Volk sehr öffentlich die "Prinzessin der Herzen" betrauerte, taten sich die Royals schwer, öffentlich die Gefühle ihrer Untertanen zu teilen. Die Stimmung im Land war angespannt, da man das Gefühl hatte, die Königin ließe es kalt, dass ihre ehemalige Schwiegertochter auf tragische Weise ums Leben gekommen war. Eine Monarchie in der Krise und eine spannende Vorlage für einen Film. Doch auch keine einfache, wie Helen Mirren schnell erkannte, als sie das Drehbuch in den Händen hielt.

Helen Mirrens Einsatz lohnte sich

So einfach wollte Helen Mirren nicht in die Rolle der Monarchin schlüpfen. "Ich habe erkannt, dass wir einen zutiefst schmerzhaften Teil ihres Lebens unter die Lupe nehmen würden", erinnerte sich die Oscar-Preisträgerin im Gespräch mit der 'Radio Times'. "Also habe ich an sie geschrieben. Aber wie schreibt man an seine Königin? Redet man sie mit Madam oder Ihre Hoheit oder Ihre Majestät an? Ich sagte: 'Wir machen diesen Film, wir untersuchen eine sehr schwere Zeit in Ihrem Leben. Ich hoffe, es wird nicht zu schrecklich für Sie." Sie führte aus, dass sie bei ihren Recherchen tiefen Respekt für die Königin entwickelte.

"Sie schrieb natürlich nicht direkt zurück, aber ihr Sekretär antwortete. Ihr wisst schon, 'Hochachtungsvoll, dadidadida' im Namen der Queen". Sie sei aber froh gewesen, den Brief geschrieben zu haben — und der Film brachte Helen Mirren immerhin einen Oscar ein.

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