John C. Reilly wollte Leonardo DiCaprio von ‚Titanic‘ abhalten?

John C. Reilly+Leonardo Di Caprio – AVALON – Oct – 2004 – Hollywood Awards Gala
John C. Reilly hatte einst eine Mission: Leonardo DiCaprio vom ‚Titanic‘-Casting abzubringen. Die beiden hatten bereits bei ‚Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa‘ zusammengespielt und Reilly war damals überzeugt, dass DiCaprio besser für die Hauptrolle in ‚Boogie Nights‘ geeignet wäre. Er schwärmte von der Zusammenarbeit mit Regisseur Paul Thomas Anderson und beschrieb im Podcast ‚Where Everybody Knows Your Name‘ von Ted Danson die Herausforderung, das Projekt überhaupt in Gang zu bringen. „Damals war Pornografie ein echtes Tabu. Manager und Agenten lehnten das Thema ab“, erklärte der Schauspieler. „Und dann gab es auch noch einen Penis im Film! Das war ein No-Go für alle.“
Die Rolle, die an Mark Wahlberg ging
Der Film, der in den 1970er-Jahren spielt, erzählt die Geschichte von Eddie Adams, der als Dirk Diggler zum Pornostar aufsteigt. Paul Thomas Anderson hatte anfangs Leonardo DiCaprio für diese Rolle im Visier. Da Reilly bereits mit DiCaprio gearbeitet hatte, wollte er den jungen Star von der Zusammenarbeit überzeugen. Damals saßen sie gemeinsam in Silver Lake, als Reilly ihm vorschlug: „Vergiss Titanic. Der Film handelt von einem Schiff, das sowieso sinkt. Niemand wird sich dafür interessieren, wer auf diesem Schiff war.“ DiCaprios Antwort war jedoch unsicher, da seine Agenten anderer Meinung waren: „Sie denken, dass Titanic ein riesiger Erfolg wird.“ Reilly hielt dagegen und betonte: „Vertrau mir, das wird die bessere Entscheidung.“
Doch am Ende entschied sich DiCaprio für Titanic, und die Wahl erwies sich als richtigen Karriereschritt. Rückblickend betrachtet Reilly die Situation mit gemischten Gefühlen: „Titanic war ein riesiger Erfolg, aber für einen jungen Mann auch eine große Belastung. Vielleicht hat sich Leo später gefragt, wie eine andere Wahl sein Leben beeinflusst hätte.“ Interessanterweise verriet DiCaprio 2025 gegenüber ‚Esquire‘, dass sein „größtes berufliches Bedauern“ sei, ‚Boogie Nights‘ nicht angenommen zu haben. Glücklicherweise fand er Jahre später doch nochmal die Gelegenheit, mit Paul Thomas Anderson für ‚One Battle After Another‘ zu arbeiten.





