John Carpenter über verlorene Kontrolle bei Halloween

John Carpenter – 2018 – Getty
John Carpenter war skeptisch, ob es für eine Fortsetzung seines Erfolgsfilms ‚Halloween‘ noch eine Geschichte zu erzählen gäbe. Der Filmemacher, der 1978 maßgeblich an der Entstehung des ikonischen Horrorfilms mit Michael Myers beteiligt war, war überrascht über die Entscheidung der Filmverantwortlichen, nach dem Kassenschlager einen weiteren Film zu produzieren. Trotz eines bescheidenen Budgets von nur 325.000 Dollar erzielte ‚Halloween‘ weltweit mehr als 70 Millionen Dollar an Einnahmen.
Carpenter erinnerte sich in einem Interview mit ‚The Guardian‘ daran, wie Universal Pictures darauf bestand, das Franchise fortzusetzen, auch wenn er selbst keine weitere Geschichte sah, die es zu erzählen lohnt. Letztlich verfasste er das Drehbuch zu ‚Halloween II‘, verzichtete jedoch auf die Regie. Seit den ersten beiden Filmen entstanden elf weitere Teile, und Carpenter profitierte weiterhin finanziell von jedem weiteren, obwohl seine direkte Beteiligung endete. Er kommentierte dies mit einem Augenzwinkern: „Universal nahm es mir zwar aus der Hand, aber ich bekomme mit jedem neuen Film einen Scheck. Als glücklicher Kapitalist sitze ich auf dem Sofa, während das Geld eintrudelt.“
Heute wandelt Carpenter auf musikalischen Pfaden und geht mit seinem Sohn Cody und Patensohn Daniel Davies auf Tournee, um seine Filmmusiken zu präsentieren und neue Klänge zu schaffen. Trotz aller Umbrüche blickt er ohne Groll auf seine Hollywood-Jahre zurück: „Ich habe großartige Erfahrungen mit Schauspielern gemacht und die Zusammenarbeit mit Sam Neill, Jeff Bridges, Kurt Russell und meinen Hauptdarstellerinnen geliebt. Ich hatte eine fantastische Zeit. Jetzt mache ich Musik. Ich meine, besser kann es nicht werden. Wirklich nicht.“





