Madonna feiert VMA-Comeback und räumt Preise ab

Madonna ist nach 23 Jahren singend auf die Bühne der MTV Video Music Awards zurückgekehrt und hat dafür eine ganze Riege prominenter Gäste mitgebracht. Später am Abend durfte sich die Queen of Pop über gleich mehrere Auszeichnungen freuen. Ihre Dankesreden sorgten allerdings für Stirnrunzeln.

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Madonna - hier bei einem früheren Auftritt - eröffnete die MTV VMAs und erhielt dabei prominente Unterstützung.
Madonna - hier bei einem früheren Auftritt - eröffnete die MTV VMAs und erhielt dabei prominente Unterstützung. Foto: Imago Images/ZUMA Press Wire / Nancy Kaszerman

Madonna (68) hat die MTV Video Music Awards 2026 in Los Angeles eröffnet und im Laufe des Sonntagabends mehrere Preise abgeräumt. Die Sängerin war in Los Angeles mit 13 Nominierungen als Favoritin ins Rennen gegangen. Am Ende konnte sie sieben Auszeichnungen mitnehmen, darunter als Künstlerin des Jahres, für ihre Zusammenarbeit mit Sabrina Carpenter beim Song "Bring your Love" und in der Kategorie Dance.

Für die Queen of Pop war es eine Rückkehr mit Ansage. Zum ersten Mal seit 23 Jahren stand sie bei den VMAs wieder singend auf der Bühne. Zwar war sie in der Zwischenzeit vereinzelt bei der Preisverleihung aufgetaucht, allerdings ohne selbst aufzutreten.

Urinale und Laserstrahlen

Madonna eröffnete den Abend mit einem Medley aus ihrem aktuellen Album und hatte dafür reichlich Verstärkung dabei. Im schwarzen Mantel über einem roten Kleid sang sie mit Carpenter das gemeinsame Duett "Bring Your Love". Die Jüngere trat in weißem Hemd, schwarzen Mikroshorts und Baskenmütze auf. Danach kam Charli XCX dazu. Mit ihr stellte Madonna erstmals den gemeinsamen Song "Danceteria Afterhours" live vor.

Die Kulisse dazu war typisch Madonna: Die Bühne sah aus wie eine öffentliche Herrentoilette, samt Urinalen und Kabinen. Tänzerinnen feuerten Laserstrahlen aus dem Schritt ab. Zwischendurch tanzten Schauspielerin Julia Garner, die Madonna im inzwischen abgesagten Biopic hätte verkörpern sollen, und ihre langjährige Freundin Debi Mazar mit. Auch Seth Rogen, Sombr und Produzent Andrew Watt hatten Kurzauftritte. Im Verlauf der Show wechselte Madonna mehrfach das Outfit.

Erinnerungen an den Kuss von 2003

Moderator Snoop Dogg zeigte sich nach dem Auftritt beeindruckt. "Madonna hat es gerade zerlegt, das ist eine Ikone", rief er ins Publikum. Einen Seitenhieb konnte er sich dennoch nicht verkneifen: "Eines möchte ich sagen: Sie ist keine Jungfrau mehr."

Der Rapper spielte damit auf Madonnas legendären VMA-Auftritt von 2003 an. Damals performte sie mit Britney Spears und Christina Aguilera einen Mix aus "Like a Virgin" und "Hollywood". Die beiden jüngeren Sängerinnen traten als Bräute auf, Madonna stieg als Bräutigam aus einer riesigen Torte und küsste beide. Missy Elliott kam anschließend für den Abschluss dazu. Bereits 1984 hatte Madonna bei den VMAs "Like a Virgin" gesungen, 1990 folgte "Vogue".

Dank an die eigenen Finger

Bei den Dankesreden lief es für Madonna weniger rund. "Page Six" bezeichnete ihre Ansprachen als "bizarr", unangenehm lang und teils verwirrend für das Publikum. Bei der Ehrung als Künstlerin des Jahres begann sie mit den Worten: "Zuallererst möchte ich meinen Fingern danken, denn auf die kann ich immer zählen." Als sie später den Preis in der Kategorie Dance entgegennahm, habe sie eingeräumt, vergessen zu haben, wofür die Auszeichnung eigentlich sei.

(ae/spot)