Nach Umzugsmeldung: Prinz Harry zeigt sich bestens gelaunt in den USA

Prinz Harry war am Mittwoch sichtlich gut gelaunt. Foto: picture alliance / AP Photo/Alex Brandon
Am Mittwochabend saß Prinz Harry (41) mit Veteranen in einem Hotelsaal in Washington und lächelte breit. Fotos des Termins zeigen den Herzog von Sussex bestens gelaunt im dunklen Anzug beim Begrüßen der Gäste. Vor dem Mikrofon am Rednerpult stand eine kleine britische Flagge. Es war genau der Tag, an dem die Meldung die Runde machte, dass Harry und seine Ehefrau Herzogin Meghan (45) nach sechs Jahren in Kalifornien zurück nach Großbritannien ziehen.
Zum Umzug selbst sagte Harry an diesem Abend nichts, wie etwa die "Washington Post" berichtet. Eine Stellungnahme lehnte er auf Nachfrage ab. Stattdessen ging es knapp anderthalb Stunden um sein Herzensthema, die Unterstützung von verwundeten Soldaten.
"Die Welt braucht mehr Helden"
Eingeladen hatte die Organisation The Independence Fund, die sich um Veteranen kümmert. Am Tisch saßen ehemalige Soldaten, Vertreter des Verteidigungsministeriums, Angehörige und Leiter gemeinnütziger Einrichtungen.
Harry warb dafür, die Fähigkeiten von Verteranen im zivilen Arbeitsmarkt endlich besser zu nutzen. "Die Welt braucht mehr Helden", sagte er in der Runde. "Und es geht nicht darum, mehr Helden zu schaffen, denn sie leben bereits unter uns. Es geht darum, ihre Expertise und ihre Erfahrungen wirklich wertzuschätzen." Der 41-Jährige deutete zudem an, bald eine "kommerzielle" Lösung vorzustellen. Diese solle Menschen, die gedient haben, honorieren, statt von ihnen ehrenamtliches Engagement zu erwarten.
Harry selbst diente zehn Jahre in der britischen Armee, zuletzt im Rang eines Captains, und war zweimal in Afghanistan im Einsatz. 2014 gründete er die Invictus Games. Bereits am Vormittag hatte er auf dem Nationalfriedhof Arlington einen Kranz niedergelegt und das Militärkrankenhaus Walter Reed besucht.
Was über die Rückkehr bislang bekannt ist
Mehrere britische Medien bestätigten am Mittwoch, dass Harry und Meghan Ende des Monats mit ihren Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) für einen "längeren Zeitraum" nach Großbritannien zurückkehren werden. Demnach beziehen die Sussexes ein Anwesen, das nicht zu den königlichen Residenzen zählt. Der Palast, allen voran Harrys Vater König Charles, sei über den Schritt informiert.
Das Paar hatte im Januar 2020 angekündigt, sich aus dem engsten Kreis der Königsfamilie zurückzuziehen und in die USA zu ziehen. Danach vertiefte sich der Riss zu den Royals erst durch Anschuldigungen im Interview mit Oprah Winfrey und später durch Harrys Memoiren "Reserve" weiter.
Im Juli trafen Harry und Meghan während einer Europareise mit ihren Kindern nach Jahren wieder auf Charles. Zu Prinz William und Prinzessin Kate soll es keinen Kontakt gegeben haben. Das Verhältnis der Brüder gilt weiterhin als zerrüttet.
(eyn/spot)





