Olivia Munn: Szene wegen seiner Figur abgelehnt

Olivia Munn – Academy Awards 2025 – Getty
Olivia Munn hat in ihrer Karriere bereits einige sexistische Erlebnisse durchgemacht – sowohl vor als auch hinter der Kamera. Vor allem eine Episode bleibt ihr im Gedächtnis, bei der ein männlicher Schauspieler nicht damit einverstanden war, dass ihre Figur seinen Charakter rettet. Die 45-Jährige, die in mehreren Filmen die Rolle von Polizistinnen oder CIA-Agentinnen verkörpert hat, fand sich damals bei einer Produktion in einem unterirdischen Bunker wieder. Doch ihr Co-Star war unzufrieden mit dem Drehbuch, welches vorsah, dass ihre Figur in einer hitzigen Schießerei die Oberhand behält.
Ein unerwarteter Aufruhr am Set
In der ‚The Drew Barrymore Show‘ erzählte Olivia, wie überrascht ihr Kollege war, als er realisierte, dass ihre Figur seinen rettet. Offensichtlich hatte er das Drehbuch nicht gründlich gelesen und reagierte am Set unerwartet gereizt. Er stoppte die Produktion und konfrontierte sogar den Regisseur direkt: „Sie kann mich nicht retten! Das machen wir nicht!“ Olivia selbst fand nach einer fast einstündigen Diskussion eine Lösung. Sie schlug vor: „Wie wäre es, wenn meine Figur dich nicht rettet, sondern wir einfach wechseln, weil es Zeit ist zu wechseln, und das ist dann mein Gegner?“ Und ihr Kollege stimmte schließlich zu, ohne dass sich an der Szene wirklich etwas änderte. Sie machte klar: „Das Interessante ist: Nichts hat sich geändert. Ich habe exakt dasselbe gemacht.“
Darüber hinaus sprach Olivia über ihre Erfahrungen mit einem Regisseur, der ihr schlechte Anweisungen gab und sie von einer Rolle abhalten wollte. Im Gespräch mit dem ‚The Hollywood Reporter‘ erklärte sie, dass sie gelernt habe, solche Situationen zu ihrem Vorteil zu nutzen. Einst hätte sie anderen Schauspielern vorgeworfen, sich Anweisungen zu widersetzen, aber sie erkannte, dass dies ein Weg ist, die eigene Kunst zu schützen: „Ich hoffe, ich habe mehr Schauspielerinnen geholfen, das zu lernen.“





