Christian Ulmen (46) wollte doch nur, dass es seinen Kindern gut geht – darum drehte er eine zeitlang auch Filme, die ihm schon bei deren Premiere peinlich waren. Nachdem der Schauspieler und Entertainer durch Kultfilme wie 'Herr Lehmann' berühmt wurde, wurden die Rollenangebote zwar zahlreicher und lukrativer, aber nicht unbedingt besser.

Alles für die Familie

"Als mein Sohn auf die Welt gekommen ist, habe ich eine Zeit lang viele sinnlose Dinge aus Sorge getan, meine Familie nicht vernünftig ernähren zu können", verriet er der 'ZEIT'-Beilage 'Christ&Welt'. "Bei den Premieren habe ich mich geschämt." Titel wollte er zwar keine nennen, aber seine Motive erklären: Ein sorgenfreies Leben für die Familie, tolle Urlaube und ein eigenes Haus. Die eigene Zufriedenheit blieb dabei jedoch auf der Strecke und er schwenkte um: "Irgendwann habe ich verstanden, dass Kinder eine vortreffliche Kindheit auch mit einem Vater erleben können, der nicht für die nächsten acht Jahre vorgesorgt hat."

Christian Ulmen ist für seine Kinder da

Christian Ulmen und Ehefrau Collien Ulmen-Fernandes (40) sind beide Schauspieler, und er ist auch gerne mal derjenige, der zuhause bei den Kindern bleibt. "Mein Mann ist ein aktiver Vater", hatte Collien Ulmen-Fernandes im März im Interview mit 'Bild am Sonntag' geschwärmt. "Er hatte aber auch keine andere Wahl. Dadurch, dass ich gerade so viel drehe, ist Christian automatisch stärker in der Kinderbetreuung verhaftet." Dabei gehe es im Familienalltag nicht immer harmonisch zu, gestand Collien, aber so sei das echte Leben nun mal. Und Geld ist eben nicht alles, und weniger manchmal mehr, wie Christian jetzt erklärte: "Wenn du in ein gutes Hotel fährst, wird dir alles Mögliche versprochen: jeden Morgen warme Brötchen. Dann ärgerst du dich beim Frühstücken, weil du merkst: Oh, die sind aber nicht warm!" Bleibt zu hoffen, dass Christian Ulmen sich zukünftig nie mehr auf dem roten Teppich schämen muss.

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