Prinz Harrys Memoiren: Frontalangriff auf William, Charles und Camilla

Prinz Harry

Nils Jorgensen/INSTARimages.com/Cover Images

Die Buchgeschäfte im Vereinigten Königreich hatten am Dienstag (10. Januar) schon um Mitternacht auf, um die ersten Exemplare von Prinz Harrys (38) mit Spannung erwarteten Memoiren 'Spare' unter die Leute zu bringen. Obwohl der Royal bei Interviews im Vorfeld mehrfach betonte hatte, wie sehr er sich eine Versöhnung mit seiner Familie wünscht, so scheint diese nach dem Erscheinen des Buches in weite Ferne gerückt zu sein.

Prinz Harry v Prinz William

Denn es sind vor allem der künftige und der jetzige König, die ihr Fett wegbekommen in Harrys Abrechnung mit den britischen Royals. Besonders sein Bruder Prinz William (40) wird als hitzig, besserwisserisch und übermäßig dominant beschrieben. Beide hätten sich in ständigem Wettbewerb miteinander befunden. Sein großer Bruder habe ihn in Eton komplett ignoriert, schreibt Harry. Zudem hätte es William nicht gepasst, dass er die Invictus Games, die internationalen Spiele für versehrte Soldat*innen, gegründet hatte. Am Vorabend von Harrys Hochzeit soll William den Feierlichkeiten ferngeblieben sein, weil sein kleiner Bruder nicht ihn, sondern einen guten Freund als Trauzeugen benannt hatte. Dabei hatte William sich 2011 selbst dagegen gesträubt, dass Harry die Rede bei den Feierlichkeiten halten sollte — aus Angst, er würde etwas sagen, was William nicht passte.

König Charles hat Angst vor der Presse

Prinz Harry hat auch eine Menge wenig schmeichelhafter Anekdoten über seinen Vater König Charles III. zu berichten. So sei dieser "eifersüchtig" auf die Publicity der jüngeren Royals und darauf bedacht, dass er auf den Titelseiten der Tageszeitungen erschien, auch wenn zum Beispiel Herzogin Kate am gleichen Tag einen Termin wahrnahm, der viel bessere Fotos versprach. "Stellt einfach sicher, dass sie keinen Tennisschläger in der Hand hält", soll Charles angeordnet haben. Zudem erhebt Harry gleich mehrfach den Vorwurf, dass Camilla Geschichten an die Presse geleakt hätte.

Das Verhältnis der Royals zur Presse beschreibt Harry als eine Art Symbiose der Angst. König Charles würde sich nicht trauen, sich dem britischen Boulevard entgegenzustemmen, so der Prinz. Zu groß sei die Angst, dass eine gegen die Monarchie eingestellte Presse der erste Schritt zur Abschaffung des größten Privilegs des Landes sei. "Papas Büro, Willys Büro, sie spielen diesen Teufeln zu und machen mit ihnen gemeinsame Sache", empört sich Prinz Harry.

Bild: Nils Jorgensen/INSTARimages.com/Cover Images

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