Regisseur: ‚Vaiana‘-Remake unterscheidet sich vom Original

Thomas Kail – January 2020 – Famous – Directors Guild Awards
Thomas Kail, der kreative Kopf hinter der neuen Realverfilmung von ‚Vaiana‘, ist überzeugt, dass die emotionalen Highlights in seiner Version „ganz anders wirken“ als im Animationsklassiker. Der 49-jährige Regisseur, der den Disney-Hit von 2016 in ein Live-Action-Erlebnis verwandelte, hat mit Dwayne „The Rock“ Johnson den perfekten Maui-Darsteller gefunden. Im Gespräch mit dem ‚People‘-Magazin verriet Kail, worin sich seine Inszenierung vom Original unterscheidet: „Wir wollten sicherstellen, dass all der Humor und die Unterhaltung erhalten bleiben. Doch die Größe und das Ausmaß des Films auf der großen Leinwand mit echten Darstellern hat einen einzigartigen Effekt. Wenn eine echte 17-Jährige wie Catherine Laga’aia als Vaiana mitten im Ozean agiert, fühlt sich das einfach anders an. Und ich glaube, viele emotionale Momente entfalten dadurch eine ganz neue Wirkung.“
Unvorhergesehene Herausforderungen und Kritik
Kail hob hervor, wie sehr er und sein Team der Originalgeschichte und ihren liebgewonnenen Figuren vertrauten, obwohl sie um die Veränderungen durch echte Schauspieler wussten. Er betonte: „Wenn zwei Menschen sich direkt gegenüberstehen und interagieren, entsteht eine besondere Magie.“ Trotz der Vorfreude vieler Disney-Fans fiel die erste Resonanz enttäuschend aus. Kritiker bezeichneten den Film als „trostlos“ und „überflüssig“. Anlässlich der kritischen Stimmen verriet Kail im Gespräch mit ‚Variety‘, dass er sich über die allgemeine Rezeption seiner Werke informiert. Dabei geht es ihm weniger um detaillierte Rezensionen als um ein Gespür für den allgemeinen Tonus. „Ich liebe es, Filme für das Publikum zu machen. Wenn Kritiken dazu beitragen, dass mehr Menschen den Film sehen, ist das wunderbar, aber es gibt viele Möglichkeiten, ein Publikum zu erreichen,“ so der erfahrene Filmemacher.
Finanziell blieb die Realverfilmung von ‚Vaiana‘ am Eröffnungswochenende hinter den Erwartungen zurück: In Nordamerika wurden lediglich 43 Millionen Dollar eingenommen, deutlich weniger als die erhofften 60 Millionen. Trotz eines positiven CinemaScore A−, erscheinen die Zahlen angesichts eines Produktionsbudgets von rund 250 Millionen Dollar als enttäuschend. Der originale Animationsfilm aus 2016 schnitt besser ab und nahm in den ersten Tagen 82 Millionen Dollar ein, während er weltweit 643 Millionen Dollar erreichte. Ein animiertes Sequel folgte 2024 und übertraf mit einem Start-Erlös von 225 Millionen Dollar in Nordamerika sowie einem weltweiten Umsatz von über einer Milliarde Dollar alle Erwartungen.





