Richard Curtis: Warum er ‚Tatsächlich… Liebe‘ lieber meidet

Richard Curtis – Yesterday UK premiere – Leicester Square – Famous – June 19
Richard Curtis, der kreative Kopf hinter dem beliebten Weihnachtsklassiker ‚Tatsächlich… Liebe‘, hat den Film seit seiner Premiere im Jahr 2003 nur zweimal gesehen. Für viele ist der Film ein fester Bestandteil der Feiertage, aber der 68-jährige Regisseur hat nicht das Bedürfnis, oft zurückzublicken. Er erinnerte sich an eine der Vorführungen, die für ihn alles andere als angenehm war.
Ein grässliches Kinoerlebnis
In einem Gespräch mit dem ‚new!‘-Magazin erzählte Richard von einem besonders denkwürdigen Kinoabend: „Einmal war es grässlich. Emma, meine Frau, meinte, dass es in einem amerikanischen Kino eine Mitsingversion gab – die offenbar nicht stimmte. Unsere Kinder waren auch dabei und im Saal waren nur noch sechs andere Leute – zwei zum Aufwärmen und zwei für etwas ganz anderes. Sie dachten, es würde wie ‚Rocky Horror‘ werden.“ Zum Glück war die zweite Aufführung eine deutlich erfreulichere Angelegenheit. Richard berichtete: „Das zweite Mal war mit einem Live-Orchester in der Drury Lane und es war einfach wunderbar. Ich hielt eine kurze Rede und erwähnte, dass meine Schwiegermutter und meine Tochter im Film einen kleinen Auftritt hatten und niemals Beifall bekamen. Es war surreal, als 1.500 Menschen jubelten, als sie auf der Leinwand erschienen. Ein sehr süßer Moment.“
Aktuell hat Richard zudem den neuen animierten Weihnachtsfilm ‚That Christmas‘ geschrieben und produziert, der auf Netflix erscheint. Er fand es witzig, dass Regisseur Simon Otto einen Seitenhieb auf ‚Tatsächlich… Liebe‘ einbaute, als jemand über „alte“ Weihnachtsfilme sprach. Richard schmunzelte: „Damit haben sie mich überrascht. Ich dachte, die Anspielung ginge auf ‚Miracle on 34th Street‘ – so ein altmodisches Zeug mit amerikanischen Männern in Fliegen. Aber als ich es sah, erwähnten sie ‚Tatsächlich… Liebe‘ und ich dachte: ‚Das habe ich verdient.‘“





