Ringo Starr: Diese ‚traurigste Zeile‘ wollte er auf seinem neuen Country-Album nicht singen

Foto (c) Bang Showbiz // Ringo Starr – Beverly Hills Garden Park – July 7th 2022 – Getty
Sir Ringo Starr weigerte sich, „eine der traurigsten Zeilen“ zu singen, die T-Bone Burnett für ‚Long Long Road‘ geschrieben hat.
Die Beatles-Legende hat sich für das neue, hochkarätig besetzte Country-Album wieder mit dem ikonischen Produzenten zusammengetan und gab zu, dass einige Texte zu herzzerreißend waren, um sie zu singen.
Rückblickend auf den Song ‚Why‘ sagte der 85-jähriger Schlagzeugers dem ‚People‘-Magazin: „Eine der traurigsten Zeilen war ‚Why do we die?‘ Ich wollte sie nicht singen! Ich habe daraus ‚Why can’t we fly‘ gemacht und es ihm dann zurückgeschickt!“ Er fügte hinzu: „Aber das ist Country, oder? Du sitzt in der Bar, die Frau ist weg, der Hund ist tot und du hast kein Kleingeld für die Jukebox. Ich bin durch Hank Williams und all diese Leute dazu gekommen. Country-Musik hatte immer eine traurige Seite.“
Das Genre ist für viele Menschen nachvollziehbar, und obwohl der ‚Yellow Submarine‘-Sänger glaubt, dass er „nicht gut darin ist, Ratschläge zu geben“, hatte er dennoch einen Tipp für Menschen, die mit dem Leben kämpfen. Er sagte: „Spiel es einfach ein bisschen schneller! Ich bin nicht besonders gut darin, Ratschläge zu geben, aber geh nach vorne. Das ist das Wichtigste. Geh nach vorne und geh weiter – die Straße entlang. Deshalb heißt dieses Album ‚Long Long Road‘.“
Der Star kann diese Erfahrung, die er musikalisch verarbeitet hat und die so viele Menschen machen, aber auch auf sich selbst beziehen: „Ich habe über mich selbst nachgedacht. Es war ein langer, langer Weg mit ein paar schlechten Momenten, aber vielen großartigen Momenten. Ich bin gesegnet.“
Ringo verlässt sich außerdem nicht nur auf seine Autoren. Er merkte an, dass es bei einem Song, den er aufnehmen soll, einen gemeinsamen Nenner geben müsse, und erklärte: „Es muss etwas sein, das ich fühlen kann. Ich meine, für das Album ‚Look Up‘ (2025) hat mir T-Bone mehr als neun Songs gegeben, aber einige waren einfach nicht ich. Und bei ‚Long Long Road‘ haben wir sechs von seinen gemacht – aber er hat uns zwölf gegeben! Er schreibt ständig … zumindest sagt er das.“
Was Ringos eigenes Songwriting angeht, ist dort etwas mehr Optimismus zu finden, was auf seine Meditation zurückzuführen sei. Über den Titelsong sagte er etwa, dass er den bereits vor Jahren geschrieben habe, als ihn ein Gedanke nicht mehr losließ: „Plötzlich kannst du nicht schlafen: Ich mache dies, ich mache das. Was, wenn das passiert, was, wenn jenes passiert? Du liegst einfach da und bist in der Hölle! Mir wurde geraten, diese Gedanken kommen zu lassen, sie dann aber wieder gehen zu lassen. Das ist Meditation, die ich vom Maharishi gelernt habe. Das kann ich inzwischen ziemlich gut, nach vielen Jahren.“





