Sir Kenneth Branagh kämpfte um die Finanzierung von ‚Belfast‘.
Das neueste Projekt des 61-jährigen Regisseurs – das auf seinen eigenen Kindheitserfahrungen bei der Flucht aus Nordirland nach Großbritannien im Jahr 1970 basiert, als die Troubles begannen – war ein großer Erfolg und wurde für die Academy Awards am Sonntag (27. März) für die prestigeträchtige Auszeichnung bester Film nominiert. Der Filmemacher gab aber nun zu, dass er „eine höllische Reise“ hinter sich habe, den Film überhaupt zu machen.

Kenneth sagte dem ‚Culture Magazine‘ der Zeitung ‚Sunday Times‘: „Wenn Sie versuchen, Geld für einen Schwarz-Weiß-Film über die Troubles im Jahr 2021 zu sammeln, kann ich Ihnen sagen, dass es nichts ist, wofür die Leute eine große Begeisterung haben. Alle sagten: ‚Hey, es ist ein schönes Drehbuch, aber niemand wird das sehen, Ken.‘ Es war eine höllische Reise.“

Der Film soll endlich Diskussionen zwischen den Generationen über die Unruhen in Nordirland ausgelöst haben und Kenneth ist stolz auf die Rolle, die sein Film dabei spielt. Er fügte hinzu: „Ich glaube an die Kraft des Geschichtenerzählens. Der politische Prozess ist von Krise zu Krise geschlittert und es gibt verständliches psychisches Gepäck, das Kinder der Troubles mit sich tragen. Es hat mit Identität, Einsamkeit und Sinn zu tun. Und es ist wahr, dass es in dem Teil von Nord-Belfast, in dem der Film spielt, die höchste Selbstmordrate unter jungen Menschen in Europa gibt. Wir müssen das von einem bloßen Stigma und Urteil auf ein Gespräch verlagern.“

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