Steven Soderbergh will KI in neuem Kriegsfilm nutzen

Steven Soderbergh – January 2024 – Avalon – Sundance Film Festival
Steven Soderbergh plant in seinem neuen Film über den Spanisch-Amerikanischen Krieg, kräftig auf KI-Technologie zu setzen. Der renommierte Regisseur aus Hollywood hat bekanntgegeben, dass er an einem ehrgeizigen Filmprojekt über den Konflikt von 1898 arbeitet, bei dem der brasilianische Schauspieler Wagner Moura eine zentrale Rolle übernehmen wird. Darüber hinaus gab der Oscar-Preisträger zu, dass er umfassend auf computergestützte Techniken zurückgreifen muss, um die Seeschlachten authentisch zu gestalten.
Künstliche Intelligenz im Film
Auf die Frage, wie er die historischen Schiffe rekonstruieren wolle, erklärte er im Gespräch mit dem ‚Filmmaker‘-Magazin: „Viel KI.“ Soderbergh betonte: „Es ist eine fesselnde Geschichte, und bisher hat niemand sie zufriedenstellend umgesetzt. Sie wird jeden Tag relevanter. Ich muss nur noch die restlichen Cast-Mitglieder finden.“ Neben Wagner Moura sucht er „noch ein paar weitere Schauspieler“. Zudem steht für den 63-Jährigen die Suche nach einem geeigneten Studio aus. „Zwei Studios haben Interesse, aber letztlich geht es darum, wie effektiv ich das Budget nutzen kann“, ergänzte er.
Gleichzeitig zeigte sich Soderbergh zuversichtlich in Bezug auf den Erfolg des Films. „Mit der richtigen Besetzung wird es ein Kinoerlebnis, das die Zuschauer direkt auf die große Leinwand lockt, anstatt darauf zu warten, dass der Film zwei Monate später im Stream erscheint“, verriet er. „Es ist eine eigenartige Zeit, um Filme zu produzieren“, fügte er hinzu. Im selben Interview sprach er auch über sein Dokumentationsprojekt über John Lennon und Yoko Ono, bei dem ebenfalls KI zum Einsatz kommt. Diese Arbeit beschrieb er als „sehr unterhaltsam“, obwohl sie anspruchsvoll sei, da sie eine „sehr genaue menschliche Steuerung“ erfordert. „KI war hilfreich, um surreale Bildwelten zu erschaffen, die eher traumähnlich als realistisch wirken“, erläuterte Soderbergh. Das sei zwar spannend, erfordere jedoch „fast einen Doktortitel in Literatur“, um die KI korrekt zu steuern.





