Moya Brennan, Stimme von Clannad, mit 73 Jahren gestorben

Moya Brennan of Clannad performs in London March 2023 - Avalon

Foto (c) Bang Showbiz // Moya Brennan of Clannad performs in London March 2023 – Avalon

Moya Brennan, die Sängerin, die den keltischen Sound von Clannad weltweit bekannt machte, ist im Alter von 73 Jahren gestorben.

Ihre Familie bestätigte, dass sie am Montag (13. April) in Donegal im Kreis ihrer Angehörigen verstorben ist.

Geboren als Máire Ní Bhraonáin am 4. August 1952 in Gaoth Dobhair, wuchs sie in einer großen musikalischen Familie auf und begann mit ihren Brüdern Pól und Ciarán sowie ihren Onkeln Noel und Pádraig Ó Dúgáin aufzutreten. Die frühen Auftritte der Gruppe in Pubs ihrer Heimatstadt entwickelten sich schließlich zu Clannad, die später zu einer der erfolgreichsten Folk-Bands Irlands wurden, die auch in Deutschland große Erfolge feierte. Ihre Mischung aus traditioneller irischer Musik mit zeitgenössischen Einflüssen ließ sie in einer Zeit hervorstechen, in der keltische Musik selten den Mainstream erreichte.

Ihr großer Durchbruch kam 1982 mit ‚Theme from Harry’s Game‘, geschrieben für eine Fernsehserie. Der Erfolg brachte der Band große Auszeichnungen ein, darunter einen Ivor Novello und einen Grammy, und machte ihre Musik durch Film- und Werbeplatzierungen international bekannt. In den folgenden Jahrzehnten wurden Moyas markante Vocals zum zentralen Bestandteil des Clannad-Sounds, während sie mehr als 30 Alben veröffentlichten und an zahlreichen Film- und TV-Projekten beteiligt waren. Das letzte Studioalbum der Gruppe, ‚Nádúr‘, erschien 2013. 2024 beendeten sie ihre ’50th Anniversary In a Lifetime Farewell Tour‘.

Ihre Schwester Enya, die weltweit bekannt ist, begann ihre Karriere bei Clannad, bevor sie eine der erfolgreichsten Solo-Künstlerinnen der Welt wurde. Bono von U2 arbeitete mit Clannad an dem Song ‚In a Lifetime‘ zusammen und schwärmte zuvor von Moyas außergewöhnlicher Stimme. Der Sinn-Féin-Abgeordnete Pearse Doherty führte die Würdigungen an, bezeichnete Moya als die „First Lady der keltischen Musik“ und lobte ihr lebenslanges Engagement für die Förderung der irischen Kultur.

Auch in Deutschland waren Clannad erfolgreich und schafften es gleich drei Mal in die Top 100 der Charts. Moya Brennan trat aber auch solo in Deutschland auf, etwa 2011, als sie ein Weihnachtskonzert in Worpswede gab. Damals sagte sie dem ‚Weser-Kurier‘: „Ich liebe einfach das Konzerterlebnis – darum mache ich das ja schon so lange – und den Kontakt zum Publikum.“

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