Wenn Schmuck zur Signatur wird: Wie Stars ihren Look mit Accessoires definieren

Foto: Abbas almlki / Shutterstock

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Manche Outfits bleiben im Gedächtnis, weil sie perfekt sitzen. Andere, weil ein einziges Detail alles zusammenhält. Schmuck ist im Styling von Celebrities seit jeher mehr als bloßer Zierrat. Er ist Statement, Erkennungszeichen und manchmal sogar Gesprächsthema.

Wer sich die Red-Carpet-Auftritte der letzten Jahre genau anschaut, merkt schnell: Es geht längst nicht mehr darum, möglichst viel Glanz zu zeigen. Der Trend geht in die andere Richtung. Weniger, aber dafür gezielter.

Layering statt Maximalismus

Das Layering von Ketten hat sich als einer der langlebigsten Trends der letzten Jahre etabliert. Stars wie Hailey Bieber oder Dua Lipa tragen selten nur eine Kette. Stattdessen kombinieren sie zwei bis vier Stücke unterschiedlicher Länge und Stärke, die zusammen ein harmonisches Bild ergeben, ohne miteinander zu konkurrieren.

Was auf den ersten Blick lässig wirkt, folgt tatsächlich klaren Regeln: Die kürzeste Kette liegt direkt am Hals, die längsten Stücke fallen locker auf den Dekolletee-Bereich. Materialien werden gemixt, Gold und Silber zusammen sind inzwischen vollkommen salonfähig.

Das Ergebnis ist ein Look, der sowohl zum Alltag passt als auch auf Events funktioniert. Genau das macht ihn so beliebt: Er lässt sich skalieren.

Ringe als Stilmittel: Die Hand als Leinwand

Auch bei Ringen hat sich in den letzten Jahren einiges verschoben. Stacking, also das Tragen mehrerer Ringe an einem Finger oder über mehrere Finger verteilt, ist aus dem Celebrity-Styling kaum noch wegzudenken. Was früher eher dem Boho-Bereich zugeordnet wurde, ist heute auf jedem wichtigen Teppich zu sehen.

Besonders interessant ist, wie gezielt dabei Größen und Oberflächen kombiniert werden. Schmale Bänder neben breiten Statements, polierte Flächen neben matten oder gravierten Oberflächen. Das Gestalten individueller Schmuckkombinationen mit modularen Systemen hat diesen Trend in den letzten Jahren auch für ein breiteres Publikum zugänglich gemacht. Was bei Stars teils aus Designerstücken besteht, lässt sich mit den richtigen Elementen gut nachempfinden.

Ohrringe: Asymmetrie als Prinzip

Lange war es ungeschriebenes Gesetz: Ohrringe trägt man paarweise. Das hat sich geändert. Asymmetrisches Tragen, also verschiedene Stücke links und rechts, gehört inzwischen zum festen Repertoire der Stylisten. Mal ist es nur ein kleiner Unterschied in der Länge, mal ist ein Ohr komplett frei, während am anderen ein Statement-Piece hängt.

Kreole auf einer Seite, Stecker auf der anderen. Oder ein einzelner langer Ohrring, der die Linie einer Frisur betont. Die Vogue beschreibt diesen Trend als einen der prägenden Schmuck-Looks dieser Saison. Was auffällt: Es geht nicht um Nachlässigkeit, sondern um Kalkulation.

Handtaschen und Schmuck als Einheit denken

Wer sein Styling von Grund auf durchdenkt, weiß: Accessoires funktionieren am besten, wenn sie aufeinander abgestimmt sind. Das gilt für Schmuck genauso wie für Taschen. Auffällige Ohrringe harmonieren besser mit einem schlichten Clutch, während ein Statement-Ring in Kombination mit einer strukturierten Tasche Ruhe in den Look bringt. Der Artikel über Designer-Handtaschen als Investitionsobjekte zeigt, dass auch Taschen längst über reinen Nutzwert hinausgehen und als Teil eines durchdachten Gesamtbildes gesehen werden.

Bedeutung vor Repräsentation

Was sich vielleicht am deutlichsten verändert hat, ist die Haltung dahinter. Schmuck wird heute weniger getragen, um Status zu zeigen, als um etwas zu kommunizieren. Initials, Sternzeichen, Symbole mit persönlicher Geschichte. Celebrities sprechen in Interviews offen darüber, was ein bestimmtes Stück für sie bedeutet.

Das Gemological Institute of America hat in einer Analyse beschrieben, wie sich die Kaufmotive für Schmuck weltweit verschoben haben: Persönliche Bedeutung rangiert inzwischen vor Materialwert. Das GIA beschreibt diese Entwicklung als einen der bedeutendsten Wandel im Schmuckmarkt seit Jahrzehnten.

Im Ergebnis sieht man auf Red Carpets heute beides: Den großen Diamanten, der traditionellen Glanz verkörpert. Und daneben den kleinen Anhänger, der eigentlich niemand anderem als seiner Trägerin etwas bedeutet. Genau diese Spannung macht Schmuck-Styling im Celebrity-Bereich so faszinierend.

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