Matt Bellamy: Generation Z sehnt sich nach ‚echter‘ Musik, da KI ihr Leben dominiert

Muse - Muse live at Tinderbox 2022 - Avalon

Foto (c) Bang Showbiz // Muse – Muse live at Tinderbox 2022 – Avalon

Matt Bellamy ist überzeugt, dass sich die jüngere Generation zunehmend „echter“ Musik zuwendet, weil ihr Alltag immer stärker von Künstlicher Intelligenz (KI) geprägt wird.
Der Muse-Frontmann erklärte, dass er durch seine Patchworkfamilie einen guten Einblick in die Generation Z und die Generation Alpha bekomme. „Mein Stiefsohn mit Kate [Hudson], Ryder, ist 22 und hat gerade seinen Abschluss an der NYU gemacht“, erzählte er gegenüber der Zeitung ‚The Sun‘. „Dann ist da Bing, der 14 ist, und ich habe außerdem noch die beiden Kleinen. Einen 22-jährigen und einen 14-jährigen Jungen zu haben, gibt mir ein echtes Gefühl dafür, was in ihrer Generation gerade passiert.“

Matt glaubt, dass sich dadurch auch der Musikgeschmack der jungen Menschen verändert. „Ich glaube, diese Generation wendet sich ein Stück weit von Pop, Hip-Hop und Dance-Musik ab. Sie sucht nach roher, chaotisch klingender Musik“, erklärte er. Der Grund dafür sei, dass diese Generation „von KI regelrecht überflutet“ werde. Der Sänger fügte hinzu: „KI dominiert alles, was sie tun – von den Hausaufgaben bis hin zur Musik und zur Kunst. Ich könnte mich irren, aber meinem Eindruck nach fühlen sie sich zu dem hingezogen, von dem sie wissen, dass es echt ist.“

Muse sind kürzlich mit ihrem neuen Album ‚The Wow! Signal‘ zurückgekehrt. Es ist das erste Album der Band, auf dem ein weiterer Künstler mitwirkt. Ellie Goulding ist auf dem härteren Song ‚Hush‘ zu hören. Matt schreibt die Zusammenarbeit Produzent Dan Lancaster sowie einem kleinen Anstoß von Coldplay-Frontmann Chris Martin zu. Gegenüber ‚NME‘ verriet der 48-Jährige: „Chris hat mir zu Weihnachten tatsächlich einmal ein Buch geschenkt. Es hieß The Collaborative Way. Das war seine Art zu sagen: ‚Du bist ein Autokrat – du musst lernen, mit anderen zusammenzuarbeiten.'“ Beim Lesen des Buches habe Matt erkannt: „Verdammt, natürlich hat er recht.“

Dass Ellie Goulding auf ‚Hush‘ zu hören ist, habe sich eher zufällig ergeben. Die Popsängerin habe im Studio nebenan mit Musikproduzent Marshmello gearbeitet. „Gegen 23 Uhr steckte sie einfach den Kopf zur Tür herein. Sie fragte, ob sie sich den Song anhören dürfe … und dann fragte sie jemand, ob sie darauf singen wolle. Ab diesem Moment machten wir einfach ein Duett daraus“, erzählte Matt.

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