Sexy Dessous und Bondage – so fesselnd ist der Catwalk

Foto: Andrey Arkusha / Shutterstock

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Was einst als geheimes Vergnügen hinter verschlossenen Türen galt, erobert längst die große Bühne: Sexy Dessous und Bondage-Elemente haben sich vom Schlafzimmer in die Welt der Mode, der Laufstege und roten Teppiche bewegt. Korsetts, Riemchen und Harness-Details sind heute sichtbare Statements für Selbstbewusstsein und Stil. Dass dieser Wandel immer mehr Aufmerksamkeit bekommt, liegt auch an prominenten Persönlichkeiten, die mit spektakulären Auftritten bewusst Grenzen verschieben. Bestes aktuelles Beispiel? Jennifer Lopez in Paris …

Wenn J.Lo zum exklusiven Dinner kommt, weiß sie, wie es geht

Wann immer sie im Spotlight steht, verschwimmen die Grenzen zwischen Skandal und Glamour zu einem Gesamtkunstwerk. So auch bei der diesjährigen Haute Couture Fashion Week, bei der sie sich in ihren Outfits durch eine unmissverständliche Nähe zur BDSM– und Bondage-Ästhetik inszenierte. Zwischen Samtkleid mit Lederkorsett und offen getragenem Lingerie-BH unter Designerblazer bewies J.Lo einmal mehr, dass sie modische Grenzen nicht nur verschiebt – sondern ganz einfach ihre eigenen erstellt. Doch ihr Samtkleid war nicht der erste und einzige Hingucker an diesem Tag.

Auch im Hinblick auf sexy Dessous ging sie den oberen Weg

Nur wenige Stunden zuvor verließ Jennifer Lopez ihr Pariser Hotel in einem Look, der den aktuellen Lingerie-Trend auf die Spitze trieb: Ein weißer Oversize-Blazer mit üppigen Straußenfedern, komplett offen getragen über einem schwarzen BH mit gekreuzten Riemchen. Wer sexy Dessous bisher nur unter der Kleidung vermutet hat, wurde hier eines Besseren belehrt. Lopez inszenierte Unterwäsche als selbstbewusstes Fashion-Statement, natürlich wieder vollkommen, ohne sich dafür erklären zu müssen. Der Look funktionierte durch seine Kontraste zwischen der verspielten Opulenz der Federn und der minimalistischen Schärfe der Lingerie-Riemchen.

Und genau diese Mischung aus Provokation und Raffinesse ist der Reiz dieses fesselnden Trends. Ob Riemen, Harness oder andere sichtbare Gurte auf nackter Haut: Was ursprünglich mal als kleidsames Accessoire für die Fetisch-Szene erdacht wurde, ist heute ein legitimes Stilmittel auf roten Teppichen, Laufstegen und beim Clubbing. Dass Bondage natürlich noch viel mehr zu bieten hat, steht außer Frage. Bislang sind viele diesbezüglichen Gadgets zwar noch eher ein Fall fürs private Schlafzimmer als für den Catwalk. Aber man darf gespannt sein, was sich in dieser Hinsicht noch so tut …

Denn auch der Weg der Fetisch-Lingerie auf den Laufsteg war kein Automatismus

Was Jennifer Lopez in Paris so lässig auf die Straße trug, war  vor nicht allzu langer Zeit fast ausschließlich hinter verschlossenen Türen oder auf Underground-Partys zu finden. Doch offenbar haben einige Designer dort gerne mitgefeiert und sich inspirieren lassen. Heute stehen große Namen wie Thierry Mugler, Alexander McQueen und Jean Paul Gaultier ganz selbstverständlich für ästhetische Fashion mit mehr als einem Hauch von BDSM.

Ähnliches gilt für zahlreiche Celebrities: Rihannas Savage x Fenty Shows machten Strappy-Lingerie und Lack-Optik einem Millionenpublikum zugänglich und Kim Kardashian erschien 2021 in einem Balenciaga-Ganzkörperanzug mit Gesichtsmaske. Das fesselnde Vergnügen hat also längst seinen Weg aus dem Schlafzimmer in die Modewelt gefunden – doch Jennifer Lopez ist in diesem Trend selbstverständlich die ungekrönte Königin.

Und wie viel Bondage-Chic passt ins echte Leben?

Natürlich funktioniert dieser Trend nicht nur auf Pariser Pflastersteinen oder roten Teppichen. Details wie

  • ein schmaler Harness-Gürtel über einer schlichten Bluse,
  • ein BH mit filigranen Riemchen unter einem offen getragenen Blazer
  • Oder ein Choker aus weichem Leder zum Abendoutfit

sorgen für einen subtil-provokanten Look für eine Partynacht oder ein Date mit dem gewissen Etwas. Wer mutiger ist, darf auch mit Lederleggings kombinieren oder ein Schnürkorsett als Oberteil tragen, wobei sich beides mit soften Pieces wie Oversized-Blazern oder fließenden Mänteln ausbalancieren lässt. Doch ein einzelnes Statement-Piece reicht, der Rest darf ruhig zurückhaltend bleiben.

Fazit? J.Lo lebt die Mode von gestern, heute und morgen

Jennifer Lopez hat in Paris einmal mehr bewiesen, dass sie nicht einfach Trends trägt, sie setzt sie. Und selbst, wenn einer davon schon einmal da war, interpretiert sie ihn auf eine Weise neu, dass man denken könnte, sie hätte ihn erfunden. So oder so zeigen ihre Looks bei der Haute Couture Fashion Week aber, wie selbstverständlich BDSM-Ästhetik und High Fashion heute zusammengehören. Was einst als Tabu galt, ist längst ein Ausdruck von Stärke, Sinnlichkeit und stilistischer Souveränität.

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