App-Dating und Promis – Hobby oder ernsthafte Flirtalternative?

Ein Date will gut überlegt sein. Foto: Adobe / Kaspars Grinvalds

Ein Date will gut überlegt sein. Foto: Adobe / Kaspars Grinvalds

Raya macht optisch nichts her und ist doch bei Stars wie Ben Affleck, Drew Barymore oder Olivia Rodrigo der Star in der Manege. Verabredungen über diese Celebrity-Dating-App oder andere virtuelle Kontaktpunkte sind weltweit beliebt.

Was haben diese Apps, was ein echter Flirt nicht erfüllen kann?

Flirten passiert oder ist anstrengend

Flirten macht Diskobesuche und Galaabende erst richtig prickelnd. Zwei Menschen kommen sich spielerisch in einer unverbindlichen Umgebung näher. Beim Ansprechen lassen viele Menschen spontan den Zufall über die ersten Worte entscheiden. Andere bedienen sich aus ihrer Sicht witziger Flirtstrategien. Anstrengend wird es spätestens beim ersten gemeinsamen Drink. Wird mehr daraus, oder bleibt es beim netten Small Talk? Auch prominente Paare wie Nina Deißler und Claudius Mach kämpften sich vor dem Zusammenkommen durch alle Aufregung, Zweifel und virtuellen Annäherungsversuche.

Unverbindlichkeit senkt die Hemmschwelle für Neukontakte

Bereits die Aussicht auf ein persönliches Treffen in der Nähe bereitet manchen Flirtwilligen mentale Schwierigkeiten. Vorher konnten sie sich online im besten Licht präsentieren. Jetzt zeigen sie sich optisch und charakterlich im wahren Leben. Obwohl kaum es unglaublich klingt, sind Stars wie Nicole Kidmann, Keanu Reeves oder Johnny Depp bei Kontakten schüchtern. Durch das virtuelle Anschnuppern müssen sie diese Schwäche nicht direkt ihren Kontaktpartnern offenbaren. Nach einer Auftauphase fällt das echte Flirten viel leichter.

Mentale Hemmschwellen vor einem Flirt abbauen

Menschen, die im realen Leben erfolgreich sind, strahlen beim Flirten Souveränität aus. Sie sind nicht besser als andere, sondern eher bereit für Misserfolge im Erstkontakt. Diese Grundangst begleitet jeden emotionalen Flirtversuch. Manche kämpfen mit Sport gegen ihre Hemmungen, andere mit Affirmationen oder der Unterstützung von mutigeren Bekannten.

Gelassenheit im menschlichen Umgang kann keine Dating-App lehren. Allerdings kann Raya Voraussetzungen schaffen, zum Beispiel Anregung zu gemeinsamen Interessen virtuell vermitteln.

Mut zum Kontakt wertvoller als Dating mit Einsen und Nullen

Die virtuelle Unverbindlichkeit nutzen leider auch Menschen mit unlauteren Absichten. Selbst seriöser Austausch auf Tinder und anderen Social Media Kanälen bietet keine hundertprozentige Sicherheit, beim anschließenden echten Date auch eine aufrechte und einschätzbare Person zu treffen.

Mut zum Kontakt bleibt trotz möglicher virtueller Vorbereitung eine persönliche Angelegenheit und eine Lernaufgabe für jeden Menschen mit Flirtabsichten. Diese fällt Promis im Rampenlicht besonders schwer. Denn sie müssen für Echtkontakte ihre hart antrainierte Maske der Souveränität fallenlassen.

Dating-Apps gute Ergänzung für langweilige Zeiten

Dating-Apps haben ihre Berechtigung in einer Zeit mit ausgefülltem Alltag und wenigen Flirtchancen. Das Zufallsprinzip bei virtuellen Begegnungen bringt Würze in die emotionale Stimmung, solange sich die Kontaktpersonen nicht auf die Echtheit der Begegnungen versteifen. Vielmehr erleichtert der Flirtkontakt ohne echtes Gegenübertreten den Weg zur Aufrichtigkeit.

In kleinen Schritten können sich schüchterne Personen aus ihrem mentalen Schneckenhaus wagen, ohne gleich die große Abfuhr zu riskieren. Durchaus wird in Kombination mit echten Begegnungen daraus Freundschaft oder sogar Liebe, wie Fußballer Cameron und GNTM-Star Lou Ann beweisen.

Fazit:

Dating-Apps erleichtern das Leben, so suggeriert es die Bewerbung der virtuellen Flirtportale. Durchaus sind sie ein hilfreicher erster Schritt vor einem echten Kennenlernen. Ersetzen wird selbst die Celebrity-Dating-App Raya das Prickeln eines richtigen Flirts und all die Unsicherheiten beim Näherkommen allerdings auch in Zukunft nicht.

Foto: Adobe / Kaspars Grinvalds

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