Bradley Cooper verteidigt sich: Seine 'Maestro'-Nase ist nicht antisemitisch

Carey Mulligan und Bradley Cooper in 'Maestro'

NETFLIX

Bradley Cooper (48) wollte das Leben von Leonard Bernstein möglichst authentisch wie möglich verfilmen und dem Star-Dirigenten so ähnlich sehen, wie es nur ging. Doch seine aufgeklebte Hakennase ging so manchem zu weit. Nun muss sich der Regisseur und 'Maestro'-Hauptdarsteller verteidigen.

Bradley Cooper ist kein Antisemit

Mehrere in der Unterhaltungsbranche tätige Juden und Jüdinnen bezeichneten das Ergebnis als Jewface, eine stereotype Darstellung von jüdischen Gesichtszügen, die gerade bei Antisemiten beliebt sei. Das mag Bradley natürlich so nicht stehenlassen. "Ich dachte, vielleicht brauchen wir es nicht zu machen. Aber es kommt aufs Gleichgewicht an, und sehen sie, meine Lippen sind nicht wie Lennys, und mein Kinn auch nicht. Und so mussten wir etwas machen, und es sah einfach nicht richtig aus (ohne Nasenprothese)." Und er betonte: "Die Wahrheit ist… Ich habe das alles aus Liebe getan, und es ist doch klar, was ich damit meine."

Ohne Maske ging es nicht

Der Hollywoodstar, der mit ‘A Star is Born’ sein erfolgreiches Regiedebüt lieferte, führt auch bei 'Maestro' Regie und er ist überzeugt, dass der Einsatz von Make-up auch deshalb erforderlich ist, weil Bernstein im Film viele Jahre altert. "Wenn er dann älter ist, ist es das ganze Gesicht (das mit Prothesen versehen ist), also mussten wir es einfach machen", stellte er fest. "Sonst hätte man nicht geglaubt, dass er ein Mensch war."

Auch die Kinder des Dirigenten verteidigten seinen Einsatz der Nasenprothese öffentlich. Und scheinbar haben sich die Mühen von Bradley und seiner Maskenbildner gelohnt, denn beim Filmfestival in Venedig wurde der Film, in dem auch Carey Mulligan mitspielte, sieben Minuten lang mit stehenden Ovationen gefeiert. Ab dem 22. November ist der Film in einigen Kinos zu sehen, bevor Bradley Coopers Werk ab 20. Dezember auf Netflix angeboten wird.

Bild: Netflix

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