Prinz Harry: Nazi-Uniform-‚Fehler‘ hat ihn zu einem besseren Verbündeten jüdischer Gemeinschaften gemacht

Prince Harry - DealBook summit - December 2024 Getty

Foto (c) Bang Showbiz // Prince Harry – DealBook summit – December 2024 Getty

Prinz Harry glaubt, dass sein damaliger „Fehler“, bei einer Party eine Nazi-Uniform getragen zu haben, ihn letztlich zu einem besseren Verbündeten der jüdischen Gemeinschaft gemacht habe.
Der Herzog von Sussex sorgte bereits 2008 für Kontroversen, als er im Alter von 20 Jahren mit einer Hakenkreuz-Armbinde auf der Motto-Party eines Freundes mit dem Thema ‚Native and Colonial‘ fotografiert wurde. In einem neuen Essay griff er den Skandal erneut auf und kritisierte den „beunruhigenden Anstieg“ von Antisemitismus und antimuslimischem Hass im heutigen Großbritannien.

In einem Meinungsbeitrag für das Magazin ‚New Statesman‘ mit dem Titel ‚My fears for a divided kingdom‘ (Deutsch: ‚Meine Ängste vor einem gespaltenen Königreich‘) schrieb Harry: „Ich bin mir meiner eigenen Fehler aus der Vergangenheit sehr bewusst – gedankenlose Handlungen, für die ich mich entschuldigt, Verantwortung übernommen und aus denen ich gelernt habe.“ Diese Erfahrung habe seine Überzeugung geprägt, dass Klarheit heute wichtiger sei denn je, „in einer Zeit, in der Verwirrung und die Verzerrung der Wahrheit echten Schaden anrichten“.

Harry – der mit seiner Frau Herzogin Meghan und den gemeinsamen Kindern in Kalifornien lebt – erklärte, dass er das Bedürfnis gehabt habe, sich zu äußern, weil Schweigen dazu führe, dass „Hass und Extremismus ungehindert gedeihen“. Außerdem betonte er, sein Wunsch, gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen, „ändere sich nicht durch geografische Entfernung“.

Der 41-jährige Royal warnte davor, dass „Hass kein Protest“ sei, und erklärte, jüdische Gemeinschaften würden sich „an den Orten unsicher fühlen, die sie ihr Zuhause nennen“. Harry schrieb: „Im ganzen Land erleben wir einen zutiefst besorgniserregenden Anstieg des Antisemitismus.“ Das sei ein wichtiges Warnsignal. „Denn Hass gegen Menschen aufgrund dessen, wer sie sind oder woran sie glauben, ist kein Protest. Es ist Vorurteil“, betonte der jüngere Sohn von König Charles. Er appellierte an Demonstrierende, „klar“ zu benennen, worauf sich ihre Wut richte, und keine Gemeinschaften pauschal dafür verantwortlich zu machen.

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