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100.000 Euro ausstehend: Warum Pietro Lombardi ein Jahr auf seine Gage warten musste
100.000 Euro sind selbst für einen erfolgreichen Sänger und Influencer keine Summe, die man einfach abschreibt. Pietro Lombardi machte Anfang 2023 öffentlich, dass er genau diesen Betrag von einem Unternehmen noch erhalten sollte. Nach seinen Angaben hatte er die vereinbarte Werbeleistung längst erbracht, auf die Bezahlung wartete er zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits seit rund einem Jahr. Schließlich wurde ihm die Angelegenheit offenbar zu viel und er sprach öffentlich darüber.
Als Pietro Lombardi die Geduld verlor
Bekannt wurde der Streit durch Lombardis damaligen Podcast „Laura und Pietro: ON OFF“, den er gemeinsam mit Laura Maria Rypa betrieb. Dort berichtete der Sänger, dass er für ein Unternehmen mehrfach Werbung gemacht habe. Nach Medienberichten umfasste die Kooperation unter anderem Verlinkungen und Instagram Storys. Die dafür vereinbarte Vergütung in Höhe von 100.000 Euro sei allerdings auch nach einem Jahr nicht bei ihm angekommen. Den Namen des Unternehmens nannte Lombardi nicht. Stattdessen forderte er öffentlich, dass sein Geld endlich gezahlt werde, und stellte in Aussicht, den Geschäftspartner andernfalls zu nennen.
Der Fall macht zugleich deutlich, wie wichtig die Geschwindigkeit einer Auszahlung sein kann. Bei einer Influencer Kooperation hängt sie von den vertraglich vereinbarten Zahlungsbedingungen und dem Auftraggeber ab. Bei digitalen Diensten spielen dagegen häufig Bearbeitungsprozesse und die gewählte Zahlungsmethode eine Rolle. Das gilt beispielsweise auch für die Glücksspielbranche. Wer dort Wert auf kurze Wartezeiten legt, findet in einem Vergleich von Online Casinos mit Sofortauszahlung Informationen darüber, welche Anbieter besonders schnelle Auszahlungen ermöglichen und welche Zahlungsmethoden dafür infrage kommen. Der entscheidende Unterschied zu Lombardis Fall besteht darin, dass es hier um die Auszahlung von bereits vorhandenem Guthaben oder erzielten Gewinnen geht und nicht um eine ausstehende Vergütung für eine erbrachte Arbeitsleistung.
Was Pietro für die 100.000 Euro geleistet haben soll
Bei der Geschichte ging es nicht um eine klassische Gage für ein Konzert oder einen Fernsehauftritt. Lombardi war zu diesem Zeitpunkt längst auch als Influencer aktiv. Nach seiner Darstellung hatte er über einen Zeitraum von rund zwei Monaten mehrfach für das betreffende Unternehmen geworben.
Solche Kooperationen können weit mehr umfassen als das einmalige Hochladen eines Fotos. Unternehmen bezahlen reichweitenstarke Persönlichkeiten beispielsweise für Storys, Verlinkungen, Produktplatzierungen oder längerfristige Kampagnen. Welche Leistungen konkret vereinbart werden und wann die Vergütung fällig wird, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.
Lombardi erklärte jedenfalls, seinen Teil der Vereinbarung erfüllt zu haben. Gerade deshalb zeigte er sich über die ausstehende Zahlung verärgert. Gleichzeitig verzichtete er zunächst darauf, den Namen des Unternehmens öffentlich zu machen.
Warum bei Influencern solche Summen möglich sind
Eine Vergütung von 100.000 Euro klingt zunächst außergewöhnlich hoch. Bei prominenten Persönlichkeiten mit großer Reichweite können Werbekooperationen jedoch erhebliche wirtschaftliche Dimensionen erreichen. Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Follower. Unternehmen bezahlen auch für Bekanntheit, Aufmerksamkeit und die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit eine große Zielgruppe anzusprechen.
Pietro Lombardi ist dafür ein besonders interessantes Beispiel. Seit seinem Sieg bei „Deutschland sucht den Superstar“ im Jahr 2011 hat er sich eine Karriere aufgebaut, die weit über Musik hinausgeht. Neben seinen Auftritten und seiner Tätigkeit als Sänger spielen auch soziale Medien und geschäftliche Aktivitäten eine Rolle.
Über seine Verdienstmöglichkeiten sprach Lombardi selbst mehrfach erstaunlich offen. Er erklärte beispielsweise, dass er mit Instagram theoretisch sehr hohe monatliche Einnahmen erzielen könne, wenn er entsprechend viele Kooperationen annehmen würde. Gleichzeitig betonte er, bei Werbepartnern durchaus wählerisch zu sein.
Weshalb eine ausstehende Zahlung problematisch wird
Hohe Honorare ändern nichts daran, dass eine erbrachte Leistung bezahlt werden muss. Für Selbstständige, Influencer und Unternehmen ist außerdem nicht nur die Höhe einer Forderung entscheidend. Auch der Zeitpunkt des Zahlungseingangs spielt eine wichtige Rolle.
Wer Leistungen erbringt, trägt schließlich zunächst selbst einen Teil des wirtschaftlichen Risikos. Mitarbeiter, Produktion, Management oder andere laufende Kosten können bereits bezahlt werden müssen, obwohl die entsprechende Rechnung noch offen ist.
Ein Jahr ist dabei eine außergewöhnlich lange Zeit. Welche konkreten Gründe hinter der von Lombardi beschriebenen Verzögerung standen, wurde öffentlich nicht geklärt. Deshalb wäre es spekulativ, dem betreffenden Unternehmen bestimmte Motive oder finanzielle Schwierigkeiten zu unterstellen. Bekannt ist lediglich Lombardis Darstellung der Situation.
Warum er den Namen des Unternehmens zunächst verschwieg
Bemerkenswert ist auch, wie Lombardi mit dem Konflikt umging. Obwohl er seinem Ärger öffentlich Luft machte, identifizierte er den betreffenden Geschäftspartner zunächst nicht.
Damit erzeugte er zwar erheblichen öffentlichen Druck, gab dem Unternehmen nach seiner Darstellung aber gleichzeitig die Möglichkeit, die Angelegenheit zu klären. Seine Botschaft war eindeutig: Er wollte für die bereits geleistete Arbeit bezahlt werden.
Für bekannte Persönlichkeiten entsteht bei solchen Konflikten eine besondere Situation. Ein öffentlicher Vorwurf kann aufgrund ihrer Reichweite innerhalb weniger Stunden enorme Aufmerksamkeit erzeugen. Entsprechend sorgfältig müssen Tatsachen, eigene Aussagen und nicht belegte Vermutungen voneinander getrennt werden.
Pietro Lombardi spricht ungewöhnlich offen über Geld
Dass gerade Lombardi mit einer solchen Geschichte für Schlagzeilen sorgte, überrascht kaum. Der Sänger hat in der Vergangenheit vergleichsweise offen über seine Einnahmen und seine finanzielle Situation gesprochen.
In einem früheren Interview erklärte er etwa, dass Musik keineswegs seine wichtigste Einnahmequelle sei. Er verwies stattdessen auch auf geschäftliche Aktivitäten und Immobilien. In besonders erfolgreichen Monaten seien nach seiner eigenen Aussage sogar außergewöhnlich hohe Einnahmen möglich. Solche Angaben stammen allerdings von Lombardi selbst und lassen sich von außen nicht vollständig überprüfen.
Die ausstehenden 100.000 Euro erhalten dadurch eine interessante Perspektive. Selbst jemand, der nach eigener Darstellung teilweise sechsstellige Beträge im Monat verdient, akzeptiert nicht einfach, wenn eine vereinbarte Zahlung ausbleibt. Einkommen und Zahlungsbereitschaft eines Geschäftspartners sind schließlich zwei vollkommen unterschiedliche Dinge.
Eine ungewöhnliche Geschichte aus dem Influencer Geschäft
Der Streit zeigte eine Seite des Influencer Geschäfts, die zwischen perfekten Instagram Bildern und großen Reichweiten leicht untergeht. Hinter einer Kooperation steht letztlich ein gewöhnliches Geschäftsverhältnis. Eine Seite erbringt eine vereinbarte Leistung, die andere bezahlt dafür ein Honorar.
Gerade bei prominenten Namen können dabei Summen entstehen, die weit über typischen Werbebudgets kleinerer Influencer liegen. Entsprechend groß wird der Konflikt, wenn eine Zahlung ausbleibt.
Pietro Lombardi entschied sich damals für einen Weg, der ihm aufgrund seiner Bekanntheit überhaupt erst in dieser Form offenstand: Er machte den Vorgang öffentlich und erhöhte damit den Druck auf seinen Geschäftspartner. Ob und wann die von ihm geforderten 100.000 Euro anschließend tatsächlich vollständig bezahlt wurden, lässt sich aus der damaligen Berichterstattung nicht verlässlich ableiten. Sicher dokumentiert ist dagegen, dass Lombardi die Forderung öffentlich erhob und nach eigenen Angaben bereits rund ein Jahr auf die vereinbarte Vergütung wartete.