Anke Engelke: Deutliche Worte für Gender-Gegner

Anke Engelke

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Anke Engelke (56) liebt Comedy, aber wenn ihr ein Thema am Herzen liegt, wird sie sofort ernst. In einem Interview, in dem sie bescheiden sagte "Ich bin höchstens normallustig", sprach sie über die aktuelle Debatte ums Gendern, der auch mit ihrer Sehnsucht nach einer offeneren, faireren Gesellschaft zusammenhängt.

Anke Engelke ist für das Gendern

Die Komikerin und Schauspielerin setzt darauf, dass sich über die Sprache auch die Gesellschaft verändern lässt: "Mich stört das zum Beispiel einfach, dass Frauen für ihre Arbeit schlechter bezahlt werden als Männer. Jeder Mensch, egal ob Mann, Frau, LGBTQ – alle sollten doch als das genommen werden dürfen, als was sie sich fühlen und gesehen werden möchten. Für mein Empfinden wird zu oft marginalisiert und werden Menschen an den Rand geschoben. Das machen wir jetzt seit vielen, vielen Jahrhunderten, aber sollten wir nicht alle reinholen und ein gesünderes gesellschaftliches Miteinander und Denken entwickeln?" fragte sie im Gespräch mit 't-online'. Wir sollten uns als Gemeinschaftswesen sehen, nicht als Inselmenschen, betonte sie: "Ich kann uns alle nur bitten, uns zu öffnen, besser hinzugucken und nicht zuzumachen. Denn das macht auf Dauer traurig, wütend, krank und hässlich."

Überzeugen statt vorschreiben

"Ich verstehe, wenn Leute sagen: 'Das mit dem Gendern mache ich nicht mit, ist mir zu doof.' Was ich nicht verstehe, ist der Zorn in der Diskussion", sagte Anke, die nicht dafür ist, diesbezüglich Vorschriften zu machen. Sie habe zwar nicht die Zeit, ihre eigene Präferenz immer wieder zu diskutieren, aber lasse sich doch gelegentlich auf Gespräche mit Kritiker*innen ein: "Nicht weil ich überzeugen, predigen oder oktroyieren möchte, sondern weil mich auch das Gegenüber interessiert und weil ich wissen möchte, wo es herkommt, dass es einen Menschen so wütend macht." Zuhören statt diktieren – das passt auch zu dem, was sie kürzlich im 'Stern'-Interview sagte: "Je exponierter man ist, desto weniger wichtig sollte man sich nehmen. Tittieinfach eigentlich", erklärte Anke Engelke da.

Bild: Britta Pedersen/picture-alliance/Cover Images

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