Den Spruch hätte er sich schenken können: Komiker Faisal Kawusi (31) spottete über K.O..-Tropfen und erzürnte damit den TV-Sender Sat.1, der sich schnell von seinem Star distanzierte. Der Comedian reagierte dann mit Entschuldigungen.

Ein geschmackloser Witz nach dem nächsten

Alles fing damit an, dass Komikerin Joyce Ilg ein Foto von sich und ihrem Freund Luke Mockridge, dem von einer Ex-Freundin vorgeworfen wurde, sie mit K.O.-Tropfen betäubt und vergewaltigt zu haben, postete und darunter schrieb: "Hat hier irgendwer von euch Eier gefunden? Ich hab nur ein paar K.O.-Tropfen bekommen." Dies hatten viele als geschmacklos empfunden, unter ihnen Silvi Carlsson, die kommentierte: "Bin fast mal an K.O.-Tropfen gestorben." Daraufhin fühlte sich Faisal Kawusi bemüßigt hinterher zu schieben: "Das nächste Mal werde ich die Dosis verstärken, versprochen." Das ging nun eindeutig zu weit und Sender Sat.1, der dem Star die 'Die Faisal Kawusi Show' gab, kam mit einer klaren Ansage: "Mit dem Promibacken im vergangenen Herbst hat Sat.1 die Zusammenarbeit mit Faisal Kawusi beendet. Aus Gründen. Und das bleibt natürlich so." Diese K.O.-Wirkung hatte der Stand-up-Comedian wohl nicht erwartet.

Faisal Kawusi entschuldigt sich

Was folgte, war zu erwarten – eine Entschuldigung auf Instagram: "Ich möchte aufrichtig für meine gestrige getroffene Aussage um Entschuldigung bitten. Das war nicht klug und darf mir so auch nicht passieren." Faisal Kawusi will sich nun von Social Media und dem Fernsehen zurückziehen und sich "Gedanken darum zu machen, wie ich mich in Zukunft in der Öffentlichkeit verhalten möchte.“ Schon nach dem "Promibacken" im Februar hatte es Ärger gegeben, weil der Hesse afghanischer Abstammung die Entscheidung von Sat.1 kritisiert hatte, seinen Gesang der afghanischen Hymne herauszuschneiden. "Leider habt ihr damit dem Ganzen die Seele genommen. Das finde ich richtig scheiße", wütete er auf Instagram. Es hat also schon damals nicht mehr richtig gestimmt zwischen ihm und dem Privatsender. Mit dem Witz über die K.O.-Tropfen hat sich Faisal Kawusi, zumindest was seine Fernsehpräsenz betrifft, erstmal ins Aus manövriert.

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