Jet Li über Herausforderungen bei Lethal Weapon 4

Jet Li and Mel Gibson in Lethal Weapon 4 – Avalon
Jet Li hat einige spannende Einblicke in die Dreharbeiten von ‚Lethal Weapon 4‘ geteilt. Der chinesische Schauspieler, der in dem 1998er Actionfilm sein internationales Debüt als Bösewicht Wah Sing Ku gab, blickt zurück und berichtet von einigen Herausforderungen hinter den Kulissen. Besonders erinnerte er sich an seine Überzeugungsarbeit bei Regisseur Richard Donner, eigene Kampfchoreografen hinzuzufügen, nachdem er die Zusammenarbeit mit den US-amerikanischen Stuntteams als ineffektiv empfunden hatte.
Einblicke in die Kampfchoreografie
In einem Interview mit ‚Empire‘ erklärte der 62-jährige Jet Li: „Die amerikanischen Choreografen waren nicht mit den Feinheiten der Martial Arts vertraut. Sie beschränkten sich auf einfaches ‚Punch-Punch-Punch‘. Ich meinte: Das kostet nur Zeit und Geld.“ Li schlug vor, dass man ihm ein kleines Team anvertrauen solle, damit er neue, spannende Szenen entwickeln könne. Schließlich brachte er den erfahrenen Corey Yuen dazu, sein Team zu leiten und führte den Hongkong-Stil ein, der beim westlichen Publikum gut ankam.
Trotz vieler Diskussionen hinter den Kulissen fand man schließlich einen Weg, Li und seinem Team Raum zu geben – mit durchschlagendem Erfolg. Die Actionszenen erhielten frischen Wind, und auch Richard Donner sowie Hauptdarsteller Mel Gibson baten Li und Yuen später, eine eigenständige Second Unit zu übernehmen. Besonders erinnerungswürdig war für Li eine im Hongkong-Stil gedrehte Szene auf einem Dach, die in nur zwei Tagen entstand. Schon mit 16 Jahren hatte Li in ‚Shaolin Temple‘ – dem ersten in Festlandchina gedrehten Martial-Arts-Film – gespielt. Damals erzählte er: „Es gab keinen Choreografen. Der Regisseur gab nur grobe Anweisungen: Du bist der Gute, er der Böse. Nach einer Minute verlierst du, drei Minuten später gewinnst du.“


