Judd Apatow fordert die Amerikaner auf, sich Donald Trump entgegenzustellen

Foto (c) Bang Showbiz // Judd Apatow – April 2024 – Avalon – PaleyFest LA
Judd Apatow hat die Amerikaner dazu aufgerufen, angesichts der Turbulenzen im Land „Opfer zu bringen“.
Der 58-jährige Regisseur hat Präsident Donald Trumps „abscheuliche“ Handlungen scharf kritisiert und die Bevölkerung dazu aufgefordert, „langfristig“ über die Zukunft der Nation nachzudenken. Im Gespräch mit ‚Variety‘ beim Sundance Film Festival sagte Apatow: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich im Moment alle Probleme der Welt lösen kann. Aber jeder muss sich einbringen, aufwachen und nach Wegen suchen, positiv zu sein und für das einzustehen, wofür dieses Land wirklich steht. Was gerade passiert, ist vollkommen abscheulich und widerspricht allen Werten dieses Landes.“
Der ‚Knocked Up‘-Regisseur bezog sich dabei auf die tödliche Erschießung von Renee Good durch die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) in Minneapolis Anfang dieses Monats sowie auf die zahlreichen ICE-Razzien, die derzeit im ganzen Land stattfinden. Apatow sagte weiter: „Im Moment gibt es eine seltsame Art von Hypo-Normalisierung, bei der es heißt: ‚Hey, wir gehen heute Skifahren, also terrorisiert ICE wohl gerade niemanden.‘ Die Menschen müssen etwas tun – etwas, was Amerikaner nicht besonders oft tun –, nämlich langfristig denken, sich engagieren und Opfer für das Land bringen.“
Apatow hatte Trump bereits Anfang dieses Monats ins Visier genommen, als er bei den Golden Globe Awards den Preis für die beste Regie überreichte. Mit einem Scherz über seinen Film ‚Trainwreck‘, der 2016 leer ausgegangen war, sagte er: „Es ist sehr überraschend, dass ich hier bin. Ich habe einen Groll, seit mein Film ‚Trainwreck‘ den Preis für die beste Komödie an Ridley Scotts ‚Der Marsianer‘ verloren hat. Das ist Schnee von gestern, seitdem ist viel passiert. Das war vor zehn Jahren. Seitdem hatten wir Covid, ich glaube, wir sind jetzt eine Diktatur … Aber ehrlich gesagt beschäftigt mich diese Sache mit dem Marsianer immer noch.“



